Aus den Protokollen des August-Meetings des Rates der Reserve Bank of Australia, die am Dienstag veröffentlicht wurden, geht hervor, dass die politischen Entscheidungsträger darüber nachdachten, den Leitzins um 25 Basispunkte von 4,35% zu erhöhen, aber letztlich beschlossen, den Zinssatz unverändert zu lassen.
Der neunköpfige Vorstand diskutierte die Änderung, da die Inflation weiterhin über dem Zielbereich von 2% bis 3%, den die RBA festlegt, lag. Die Kerninflation ging im zweiten Quartal auf 3,9% zurück, was unter dem vom Mai veröffentlichten prognostizierten Wert von 4,8% lag. Allerdings wird die gerundete Kerninflation voraussichtlich bis Mitte 2027 über 3% bleiben, um dann auf 2,5% zu sinken.
Die Marktpreise widerspiegeln eine begrenzte Sicherheit hinsichtlich einer bevorstehenden Zinserhöhung. Zins-Futures zeigen eine ungefähre Wahrscheinlichkeit von 13 % für eine Erhöhung um 25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung der RBA am 28. und 29. September. Dieses would der Cash-Rate auf 4,60 % erhöhen. Laut der aktuellen Preise steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung auf etwa 67 % bis im Februar 2025.
Die Aussichten der RBA sahen auch einen graduellen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 4,8% bis Ende 2028 vor, gemeinsam mit einer prognostizierten Verlangsamung der Wirtschaftswachstum im ganzen Jahr 2026, bevor sich eine Balance im Jahr 2027 wieder einstellt. Die nationalen Immobilienpreise sind seit ihrem März-Top um etwa 1,5% gesunken, was die schwächeren Konditionen auf dem Wohnungsmarkt widerspiegelt.
Die Protokoll erscheinen in einer Zeit, in der die Zentralbank die Inflationsrisiken gegenüber Zeichen einer wirtschaftlichen Zurückhaltung abwägt, und die Politikwisser den Arbeitsmarkt und die Preisdruckfaktoren im Blick haben, bevor die Entscheidungen im September getroffen werden.












