Die Aktien der PORR AG fielen am Donnerstag um fast 10% nachdem der österreichische Baukonzern einen starken Rückgang des Auftragseingangs und der Einnahmen im zweiten Quartal meldete, obwohl der Gewinn gestiegen war
Der Umsatz im zweiten Quartal ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 % auf 1,68 Milliarden Euro zurück und lag damit unter dem von der Gesellschaft zusammengestellten Konsenswert von 1,74 Milliarden Euro. Das EBIT stieg um 16,4 % auf 42 Millionen Euro, überstieg das von der Gesellschaft zusammengestellte Schätzungswert von 39 Millionen Euro sowie das Bloomberg-Konsens. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf etwa 2,5 %, was einem Anstieg von 37 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht, so Jefferies.
Der Produktionswert sank um 1,8 % auf 1,867 Mrd. €, wobei der positive Entwicklung in Österreich, der Schweiz und Polen die Einbussen in Deutschland gegenüberstand. Die Produktionsentwicklung war beschränkt durch die verlängerte Winterperiode, Störungen im Bauwesen sowie den Abschluss eines Grossprojekts. Die Auftragseingänge sanken im Jahresvergleich um 32,2 % auf 1,70 Mrd. €, wobei die positiven Effekte auf die Inseln von Österreich und der Schweiz beschränkt blieben.
Die Auftragsbestände beliefen sich Ende Juni auf 9,8 Mrd. €, was einen Rückgang von 10,0 Mrd. € im ersten Quartal, aber eine Steigerung von 9,4 Mrd. € im Jahr zuvor bedeutete. Der Buchwert zum Umsatz stieg auf 0,9-mal, vom 1,4-mal im ersten Quartal auf 1,3-mal im vorigen Jahr.
PORR senkte seine Prognose für 2026 und erwartet nun einen Umsatz- und Produktionszuwachs von 2% bis 4%, gegenüber der vorherigen Prognose für einen „moderaten Wachstum“. Das Unternehmen erhöhte auch sein Erwartungskorridor für den EBIT-Margin für 2026 auf 3,2% bis 3,3%, gegenüber dem vorherigen Bereich eines „verbesserten“ Margins gegenüber dem Wert von 3,1% im Jahr 2025. Die langfristige Prognose für einen EBIT-Margin von 3,5% bis 4,0% bis 2030 wurde bekräftigt.
Die Analysten von Jefferies bemerkten, dass die Ergebnisse im zweiten Quartal PORR "komfortabel auf Kurs" halten, um die Erwartungen für das Jahr 2026 zu erfüllen. Sie hinwies auch, dass der schwächer als erwartete freie Cashflow und der Auftragseingang weitgehend auf "einmalige Wetter-Effekte und die Timing" zurückzuführen seien. Die Bank betonte auch die Position des Konzerns, von der starken Bauaktivität, insbesondere bei "margenakku-fierenden Bauprojekten in Zentral- und Osteuropa", profitieren zu können.












