Künstliche Intelligenz und Automatisierung mindern die Möglichkeiten für junge Arbeitnehmer auf dem britischen Arbeitsmarkt, so eine neue Umfrage. Die Work Foundation der Lancaster University berichtete, dass 36 % der britischen Arbeitgeber in den letzten 12 Monaten Einstiegspositionen strichten. Fast die Hälfte der grossen und mittleren Unternehmen machte Kürzungen. Arbeitgeber nannten die zunehmende Verwendung von KI- und Automatisierungstechnologien als den wichtigsten Faktor hinter diesen Kürzungen.
Der Trend steht in Einklang mit den allgemeineren Anstrengungen auf dem Arbeitsmarkt. Laut offiziellen Angaben waren im ersten Quartal 2026 mehr als eine Million 16- bis 24-Jährige in Grossbritannien weder beschäftigt noch in der Ausbildung – das ist der höchste Wert seit Ende 2013. Neue Daten für diese Gruppe werden am Donnerstag veröffentlicht. Die Gesamtzahl der offenen Stellen in Grossbritannien sank in den drei Monaten bis Juli auf 707.000 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem Frühjahr 2021.
Der Rückgang der Einstiegspositionen war insbesondere für Absolventen deutlich. Der Jobportal Adzuna meldete im Juli einen jährlichen Rückgang von 49 % der ausgeschriebenen Positionen für Hochschulabsolventen. Die britische Regierung hat bereits davor gewarnt, dass aufgrund der anhaltenden Jugendarbeitslosigkeit eine „verlorene Generation“ drohe. Die Industriegruppe Confederation of British Industry (CBI) forderte die Politik von einer Umkehr der geplanten Erhöhungen der Lohnsteuersätze und einer Entspannung der bevorstehenden Reformen des Arbeitsrechts ab, um die Auswirkungen auf junge Arbeitnehmer abzumildern.












