Polens Zentralbank dürfte ihren Leitzins bis mindestens Ende 2026 bei 3,75% halten, wie ein Mitglied des Geldpolitikrats mitteilte.
Iwona Duda erklärte, der Basisfall sehe weiterhin vor, dass die Zinsen bis zum Jahresende unverändert bleiben, ohne dass kurzfristig ein Bedarf zur Verschärfung bestehe. Die nächste Sitzung des 10-kopfigen Gremiums ist am 8. und 9. September angesetzt.
Duda betonte, dass die aktuelle Politik zwar keiner Anpassung bedürfe, der Rat jedoch bereit stehe, bei Bedarf einzugreifen, falls die Daten darauf hindeuteten, dass die Inflationserwartungen auf einem erhöhten Niveau verankert würden. Kurzfristige Zinssenkungen schloss sie aus; Diskussionen über eine Lockerung der Geldpolitik würden erst wieder aufgenommen, sobald die Inflation dauerhaft das Ziel von 2,5% erreiche.
Die Inflation in Polen beschleunigte im August auf 3,4% und erreichte damit den hoehsten Stand seit 14 Monaten. Sie lag weiterhin innerhalb des Toleranzbereichs der Zentralbank von 1,5% bis 3,5%. Der Leitzins wurde seit März bei 3,75% gehalten.
Zu den Risiken fuer die Inflationsentwicklung zaehlen geopolitische Spannungen im Nahen Osten, Lieferengpaesse im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, das Auslaufen der staatlichen Kraftstoffpreisbremsen sowie steigende Duengemittelpreise. Eine expansive Fiskalpolitik kommt zu diesen Druckfaktoren hinzu.













