Die Aktien von PG&E sackten am Montag in den Vorbörsenhandel um 13,4% ab. Nachdem die kalifornischen Gesetzgeber ohne den von Gouverneur Gavin Newsom vorgeschlagenen Gesetzentwurf zur Reform der Haftung bei Waldbränden verabschiedet wurden, ging PG&Es Aktie auf 14,37 Dollar zurück. Das Gesetz SB 492 hätte die finanzielle Ausleuchtung von Energieunternehmen bei künftigen Forderungen aus Subrogation wegen Waldbränden, bei denen Versicherer Verluste direkt an die Energieunternehmen erstatten, begrenzen sollen. Ohne die Reform fiel die Aktie von PG&E auf 14,37 Dollar und damit nahe an ihren 52-Wochen-Tiefstand von 14,34 Dollar.
Das legislative Ergebnis steht in Zusammenhang mit dem 7,5 %igen Rückgang der Aktien von PG&E am Freitag, wie die Sitzung ihrem Abschluss entgegen ging. Das Scheitern von SB 492 macht das Unternehmen und den Brandschutzfond des Bundesstaats anfällig für Forderungen, die die 20 %ige Haftungsbegrenzung überschreiten, die an die Zahlungsfähigkeit des Fonds geknüpft ist. Als wichtiger Faktor für den Rückweis des Gesetzes wurde die Ablehnung der Versicherungsindustrie gegenüber Newsoms Vorschlag, der den Subrogationsprozess beenden hätte, genannt. Branchenführer warnten, dass die Reform zu starken Anstiegen der Versicherungsprämien für Gebäude in ganz Kalifornien führen würde.
Die Analysten reagierten schnell auf das legislative Rückschritt. Mizuho senkte die Bewertung von PG&E von Outperform auf Neutral und reduzierte ihr Kursziel von 21 USD auf 16 USD. BMO Capital senkte die Aktie ebenfalls von Outperform auf Market Perform und erhöhte gleichzeitig die Schätzungen für Schäden durch Waldbrände, die die Deckungsgrenze für Brände nach 2030 übersteigen. Wells Fargo behielt seine Einstufung auf Equal Weight bei, räumte jedoch Investorenbekümmernisse hinsichtlich der Frage ein, ob PG&E unter dem Buchwert gehandelt werden könnte, verminderte jedoch seine Ergebnisschätzungen nicht.
Auch der breitere Energiesektor stand vor einer Umbewertung. Edison International, ein direkter Wettbewerber, erlebte einen deutlichen Rückgang, da Investoren die Haftungsrisiken der Unternehmen im kalifornischen Energiesektor neu bewerteten. Das legislatives Ergebnis unterstreicht die strukturellen Herausforderungen, vor denen Energieunternehmen in einem Bundesstaat mit wiederkehrenden Waldbrandrisiken stehen, und lässt PG&E und seine Wettbewerber vor einer anhaltenden finanziellen und betrieblichen Unsicherheit.












