Die Ölpreise blieben am Mittwoch stabil, während die Märkte Präsident Donald Trumps Ankündigung von umfassenden neuen wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran verarbeiten, und die Spannungen im Hormuskanal weiterhin Einfluss auf die globalen Versorgungsrisiken haben.
Die Brent-Rohöl-Futuren für Lieferungen im Oktober stiegen um 1,8 % und endeten bei 93,25 USD pro Barrel, während das US-amerikanische West Texas Intermediate-Rohöl für den gleichen Monat um 2,2 % auf 86,21 USD stieg, laut Marktdaten. Analysten nannten die Ankündigung der Sanktionen als einen wichtigen Treiber des aufwärts gerichteten Preismoments, auch wenn die Gewinne durch anhaltende Unsicherheit über die Zukunft wichtiger Seeverbindungen abgeschwächt wurden.
Die Hormuschluse, eine Schmalstelle für rund 20 % der weltweiten Öllieferungen und Ausfuhr von Flüssiggas, war für den Handel seit Beginn der Spannungen zu einem Bruchteil der Vorkonflikt-Niveaus heruntergefahren. Der Iran hat die Durchfahrt eingeschränkt als Reaktion auf US-Navigationsblockaden und fordert den Abschluss eines im Juni vereinbarten Grundlagenabkommens, bevor er die Einschränkungen aufheben wird. Die USA behaupten, die Kontrolle über die Wasserstraße zu haben, und dadurch werden die geopolitischen Risiken, die historisch gesehen zu Störungen auf den Energiemärkten geführt haben, erhöht.
Die Trump-Regierung unternahm außerdem Schritte, um die zahnförmigen Regelungen im Binnenmarkt zu erleichtern. Die US-Umweltbehörde kündigte eine zeitliche Ausnahme an, die den Verkauf von E10-Benzin (gemischt mit 10% Ethanol) bei höheren Reid Verdampfungsdrucken ab dem 1. September erlaubt. Das Energieministerium erklärte, das Maßnahmenziel sei es, das binnenländische Angebot um Hunderttausende Barrel pro Tag zu steigern und die Tankstellenerhitzungen zu senken.
Energieminister Chris Wright betonte die Verwendung „aller verfügbaren Instrumente“ durch die Regierung, um regulatorische Barrieren abzubauen, während Analysten bei der ING vermerkten, dass Sanktionen und Unterbrechungen der Lieferungen in den kommenden Wochen die globale Ölausgewogenheit weiter verschärfen könnten. Die AAA meldete, dass der nationale Benzin Durchschnitt am Donnerstag bei 4,1044 US-Dollar pro Gallone lag, was einen anhaltenden Druck auf die Einzelhandelspreise widerspiegelte, trotz politischer Interventionen.
Die Märkte konzentrieren sich weiterhin auf die Reaktion des Iran auf die Sanktionen und das Potenzial für weitere Eskalationen in der Region. Händler verfolgen die Versanddaten und Lagerberichte genau, um Anzeichen von Lieferketten-Problemen zu erkennen.












