Die globalen Ölpreise bewegten sich am Donnerstag leicht niedriger, nachdem Berichte über potentiellen US-Zugang zu venezolanischen Rohölreserven bekannt wurden, während die geopolitischen Spannungen im Hormuskanal die Märkte vorsichtig hielten.
Die Brent-Rohstoff-Futures für Lieferungen im November fielen um 0,3 Prozent auf 88,24 US-Dollar pro Barrel bis um 16:53 Uhr ET und verlängerten damit einen Wochenverfall von 4,8 Prozent. Das US-West Texas Intermediate-Rohöl für Lieferungen im Oktober fiel um 0,1 Prozent auf 83,44 US-Dollar pro Barrel und veränderte sich damit im gleichen Zeitraum um 4,2 Prozent. Die sinkenden Kurse gingen auf Berichte zurück, wonach die Trump-Administration sich dem Abschluss von Vereinbarungen nähert, um den langfristigen Zugang zu venezolanischen Ölressourcen zu sichern und US-Firmen die Entwicklung von schwerölfeldern zu ermöglichen.
Chevron und Halliburton gehören zu den Unternehmen, die in Fortgeschrittenen Verhandlungen stehen, um in venezolanische Projekte zu investieren. Chevron steht kurz davor, zwei neue schwere Ölfelder in sein Portfolio aufnehmen, während Halliburton sich mit den lokalen Produzenten über Ausrüstungsdeployment verhandelt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, dass Venezuela über die Aufnahme in der OPEC nachdenken könnte, da es seine Beziehungen zu Washington stärkt, was einen zweiten wichtigen Austritt in den letzten Jahren bedeutet, nach den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die geopolitischen Risiken im Hormuskanal haben weiterhin das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt. Sechs Monate sind seit dem gemeinsamen Raketenangriff der USA und Israels auf den Iran vergangen, der ursprünglich einen Konflikt über vier bis sechs Wochen voraussagte. Die Konfrontation stagniert seitdem, was den Zugang zum Chokepunkt zu Folge ist, welcher eine wichtige Route für etwa 20 % der weltweiten Erdöl- und Gaslieferungen ist. Sowohl Washington als auch Teheran haben einschränkende Massnahmen ergriffen, und der Schiffsverkehr durch den Kanal hält sich auf historisch niedrigem Niveau.
Finanzminister Scott Bessents „Operation Economic Outcast” führte neue Sanktionen gegen den Iran ein und warnte andere Nationen, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Teheran zu beenden. Die Aussenministerium des Iran verurteilte die Massnahmen als „amerikanischen Wirtschaftsterrorismus” und bekräftigte seine Position, dass Sanktionen den internationalen Recht verletzen. Die diplomatischen Signale sind gemischt: Russische Medien berichteten von einem möglichen Rahmen für ein Waffenstillstand, während Omans und Pakistans auf fortschritte in den Verhandlungen über eine vorübergehende Schifffahrtsroute hinwiesen. Der „Wall Street Journal” berichtete jedoch, dass US-Mittlerer die Rückkehr zu den Bedingungen eines Memorandum of Understanding vom Juni, das im Juli zusammenbrach, ausschliessen.
Der Artikel wurde am 27. August 2026 um 21:20 Uhr GMT veröffentlicht und am nächsten Tag um 16:57 Uhr GMT aktualisiert.













