Die Aktien von Norsk Hydro fielen am Donnerstag in Oslo um 3% nach einer Warnung von RBC Capital Markets, dass ein vorläufiger Handelsdeal zwischen den USA und Kanada die Recycling-Margen des Unternehmens schwächen könnte.
Die vorgeschlagene Vereinbarung würde die US-Zölle auf kanadisches Primäraluminium von 50 % auf etwa 25 % senken, wobei für Abfallprodukte niedrigere Zollsätze erwartet werden. Aluminiumschrott-Importen unterliegen derzeit einem Zollsatz von 10 %, wodurch recyceltes Aluminium einen Preisvorteil hat. Kanada liefert etwa die Hälfte der US-Importen an Primäraluminium, während die USA etwa 70 % ihres Bedarfs an Primäraluminium aus Importen decken.
Die Mittlerteilungsprämie, ein wichtiger Preisbenchmark für Nordamerikanisches Aluminium, liegt bei 2.371 US-Dollar pro Tonne, was entspricht dem 73 % des Barpreis am London Metal Exchange. Recycled-Produkten bietet diese Prämie Vorteile, da sie die volle 50 % Zollabgabe auf Primärimporten inkludiert. RBC Capital Markets prognostiziert, dass die Prämie um 300 US-Dollar je Tonne fallen könnte, um auf etwa 2.000 US-Dollar je Tonne zu sinken, wenn der Handelsabkommen durchgeht.
Norsk Hydro schätzt, dass die durch die Senkung der Zuschläge entstehende Kostenverringerung das EBITDA des Unternehmens um circa 240 Millionen NOK verringere, und dies aufgrund niedrigerer Recyclingmargen. Ein zusätzlicher einmaliger Bestandswertverlust von 150 Millionen NOK würde den Gesamtausfall auf etwa 400 Millionen NOK, also rund 1 % des konsensualen EBITDA für das Geschäftsjahr 2026, erhöhen. Als Vergleich: Die Extrusion-Sparte des Unternehmens erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen EBITDA-Gewinn von 700 Millionen NOK, da die Zuschläge für den Mittleren Westen um circa 1.400 US-Dollar pro Tonnen gestiegen sind.
Norsk Hydro hat die Nachfragebeschränkung in ihren US-amerikanischen Verarbeitungsmärkten, einschließlich Transport-, Automotive-, HVAC- und R-Märkten, seit 2025 hervorgehoben. Eine volumenmäßige Erholung wird bis 2027 nicht erwartet.












