Morgan Stanley begann die Berichterstattung über ArcelorMittal SA mit einer Übergewichtswertung und führte den erwarteten Nutzen von strengen europäischen und nordamerikanischen Handelsregelungen sowie disziplinierten Investitionen in die CO2-Reduzierung an.
Die Bank hat für die Amsterdam notierten Aktien von ArcelorMittal einen Kursziel von 70 € festgelegt, was einen Aufwärtspotential von rund 14 % gegenüber dem Schlusskurs am 20. August von 61,16 € impliziert. Für die US-notierten ADR wurde ein Kursziel von 82 $ festgelegt, was ebenfalls etwa 14 % Aufwärtspotential gegenüber dem Schlusskurs am 20. August von 72,20 $ darstellt.
Die Analysten prognosierten eine stetige Steigerung der Stahlversandanlagen, wobei die Volumen von 54 Millionen Tonnen im Jahr 2025 auf 57,3 Millionen Tonnen im Jahr 2027 ansteigen werden. Die EBITDA-Prognosen folgten einem ähnlichen Trend und kletterten von 6,54 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 11,12 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027.
Morgan Stanley betonte die europäischen Handelsschutzmaßnahmen und die CO2-Schutzvorkehrungen als Katalysatoren für eine verbesserte Einkaufs-Orientierung, wobei der volle Effekt zwischen 2027 und 2028 zu erwarten ist. Die Bank verwies zudem auf einen potenziellen Aufwärtspotenzial durch eine schnellere Nachfragebewältigung auf wichtigen Endmärkten sowie durch ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm.
Das Unternehmen betonte den operativen Vorteil von ArcelorMittal bei einer Erholung der Geschäftsresultate in Europa und spielte dabei die Bilanz- und operativen Risiken herunter. Die stufenweise Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens wurde als diszipliniert beschrieben, was eine Beschränkung der Durchführung und der finanziellen Expositionsrisiken mit sich brachte.
Zu den Nachteilen zählen die schwächere Nachfrage nach Stahl in China, die Exportvolumina erhöhen und die globalen Preise unter Druck setzen könnte, sowie eine weitere Verschlechterung auf den Endmärkten, die die Margen verkleinern würde. Ebenfalls als potenzieller Risikofaktor wurde die unerwartete große Investition in neue Regionen genannt.












