Die italienische Bank Banca Monte dei Paschi di Siena hat ein nicht angefordertes Übernahmeangebot für die Bank Banco BPM und den Vermögensverwalter Banca Generali abgegeben. Auf Basis der Aktienkurse vom 19. August werden die beiden Unternehmen mit etwa 34 Milliarden Euro bewertet.
Das Angebot für Banco BPM, den dritten grössten Kreditgeber Italiens nach Aktiven, ist ohne Aufschlag auf die Aktionäre strukturiert und liegt damit nahe bei der Marktwertung der Bank von 25,3 Milliarden Euro. Monte Paschi bot dagegen einen geschätzten Aufschlag von 10% für Banca Generali, die auf 8,7 Milliarden Euro bewertet wird. Die Aufsichtsräte von Banco BPM teilten mit, dass das Angebot nicht vorab vereinbart war und keine Aufschlagzahlung für die Aktionäre vorgesehen war. Man betonte, dass das Angebot kaum von der vorhandenen Kursentwicklung der Bank abweicht.
Die vorgeschlagenen Transaktionen würden Italiens drittgrösste Bank schaffen und damit das Finanzlandschaft des Landes umgebaut. Diese Aktion scheint auch darauf abzielen, einem konkurrierenden Angebot von Intesa Sanpaolo, Italiens grösstem Kreditgeber, einen Vorzug zu verschaffen, der derzeit einen Erwerb von Monte Paschi plant. Der CEO von Banco BPM, Giuseppe Castagna, hatte zuvor ein jenseits von Gewinn-und Verlustrechnungen geplantes Zusammengehen mit Monte Paschi diskutiert, verkauft jedoch diesen Plan später zurück.
Banco BPM bestätigte, dass es das unaufgefordert eingereichte Angebot gemäss den gesetzlichen Vorgaben prüfen und seine Bewertung zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen wird. Der Vorstand gab keine Angaben dazu, ob er das Angebot zu diesem Zeitpunkt unterstützen oder zurückweisen wird.











