Die Aktien von Lottomatica fielen am Dienstag um 9,1 % auf 22,51 €, wobei sich die Verluste fortsetzten, die die Aktie in Richtung des unteren Endes ihres 52-Wochen-Ranges zwischen 18,66 € und 28,29 € trieben. Der Rückgang folgte einem technischen Zusammenbruch unterhalb des 200-Tage-Gleitmittelwerts, wobei die Handelsvolumen über dem 30-Tage-Durchschnitt lagen.
Der Rückgang spiegelt die Bedenken der Anleger in Bezug auf die verbindliche Fusion von Lottomatica mit dem spanischen Glücksspielkonzern Cirsa Enterprises, die am 2. September nach Zustimmung des Verwaltungsrats am Vortag bekanntgegeben wurde. Die Transaktion, welche Cirsa mit 2,8 Milliarden € bewertet, wird den zweitgrössten börsennotierten Spiele- und Sportwettenbetreiber der Welt erzeugen, mit einem gemeinsamen pro forma bereinigten EBITDA in Höhe von etwa 2 Milliarden €. Die Anteilinhaber von Cirsa erhalten für jede Cirsa-Aktie 0,668 neue Lottomatica-Aktien, während die aktuellen Anteilinhaber von Lottomatica 67,5 % der fusionierten Gesellschaft behalten.
Die Transaktion birgt Dilutionrisiken, die durch den Plan von Cirsa zu verstärken sind, eine ausserordentliche Dividende von 262 Millionen Euro an seine Aktionäre auszuzahlen, bevor die Transaktion abgeschlossen ist. Blackstone wird über sein Tochterunternehmen LHMC Midco der grösste Einzelaktionär mit einem Anteil von 24 % nach dem Zusammenschluss. Die Alleinaktienstruktur und die Auszahlung der Dividende haben Fragen zu der kurzfristigen finanziellen Flexibilität des kombinierten Unternehmens aufgeworfen.
Die Fusion ist für das zweite Quartal 2027 geplant und die neue Einheit wird in Mailand und Madrid notiert. Die Geschäftsführung plant jährliche kassensynergien vor Steuern in Höhe von 115 Millionen Euro aus der Integration.
Breitere Marktdrucke könnten die Verkäufe verstärkt haben. Der FTSE MIB-Index Italiens verlor in der vergangenen Sitzung angesichts eskalierender Spannungen im Nahen Osten, während die Inflation in der Eurozone im August auf 3,3 % anstieg – das höchste Niveau seit fast drei Jahren –, was Spekulationen auf eine Zinsschraube der EZB befeuerte. Die US-Aktien gaben ebenfalls nach, wobei der S&P 500 um 0,3 % und der Nasdaq um 0,6 % fiel.













