Macquarie hat Broadcom auf "Outperform" herabgestuft und beruft sich auf die sich beschleunigende Nachfrage nach Rechenkapazitäten für KI, die bis 2028 über 40 Milliarden US-Dollar an Bestellungen für Anthropic generieren soll.
Das Upgrade folgt auf einen Rückgang der Broadcom-Aktien um 24 % gegenüber dem Höchststand von 2026, da die Investoren die Auswirkungen der geringeren Bestellungen von Google beurteilten. Arthur Lai von Macquarie bemerkte, dass das Risiko, dass Google die Chip-Produktion intern übernimmt, weitgehend eingetreten ist, und dass die direkten Investitionen des Technologiekonzerns in MediaTek bereits in der Bewertung von Broadcom widergespiegelt wurden. Der Analyst betonte auch, dass der Rückzug der Broadcom-Aktien die wahrgenommene Bedrohung durch Insourcing vermindert hat.
Broadcom meldete für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg von 33 % im Quarter-on-Quarter-Vergleich auf 29,6 Mrd. USD, wobei sich der Brutto-Gewinn-Margin um 2 Prozentpunkte auf 75,0 % senkte. Der Netto-Gewinn übertraf weiterhin die Schätzung von Macquarie um 4 %, was durch die stärkeren als erwartet erzielten Software-Umsätze unterstützt wurde. Die Diversifizierung des Unternehmens in sechs wichtige XPU-Kunden reduziert die Abhängigkeit von einem einzigen Kunden, wobei OpenAI bis zum Geschäftsjahr 2028 als zweitgrösster XPU-Kunde erwartet wird.
Macquarie hebt seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2028 um 12 % an, während die Prognose für 2027 unverändert bleibt. Das Kursziel wurde um 12 % auf 490 $ angehoben, was eine Gesamtmargenrendite von etwa 35 % impliziert. Lai legte den Fokus auf Broadcoms Dominanz auf dem Markt für KI-ASIC und deren langfristige Wettbewerbsvorteil im Bereich kundenspezifischer Siliciumtechnologien sowie auf die margenstarke Entwicklung im Softwaregeschäft.
Auch Meta wird dazu beitragen – es sind Pläne, drei Generationen ihres MTIA-Chips zu produzieren, was die Ertragsbasis von Broadcom weiter diversifiziert.












