Die Kudelski Group, der Schweizer Spezialist für digitale Sicherheit, meldete für das erste Halbjahr 2026 einen geringeren Verlust und verwies auf eine verbesserte Rentabilität infolge von Restrukturierungsmassnahmen, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden.
Der Gesamtumsatz ging um 1,5% gegenüber dem Vorjahr auf 171,8 Millionen US-Dollar zurück, was auf eine gemischte Entwicklung in den drei Segmenten zurückzuführen ist. Core Digital Security, das grösste Geschäftsfeld, wuchs um 0,7% auf 104,7 Millionen US-Dollar – der erste jährliche Anstieg seit fünf Jahren. Das Internet of Things (IoT)-Segment, das kleinste, legte um 5,1% auf 20,3 Millionen US-Dollar zu, getrieben durch erweiterte Partnerschaften. Die Cybersicherheitsverkäufe gingen um 8,9% auf 45,1 Millionen US-Dollar zurück.
Das Unternehmen reduzierte den Verlust vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) auf 11,5 Millionen US-Dollar, gegenüber 19,1 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Core Digital Security war das einzige Segment mit positivem EBITDA, während die beiden anderen Divisionen ihre Verluste eingrenzen konnten. Der Nettoverlust belief sich im Halbjahr auf 20,3 Millionen US-Dollar, gegenüber 32,9 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor.
Das Management führte die verbesserten Ergebnisse auf Massnahmen der vergangenen Jahre zurück und signalisierte anhaltende Fortschritte auf dem Weg zur Rentabilität. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Kudelski einen höheren Umsatz als im H1, gestützt durch saisonale Trends im Core Digital Security und prognostiziertes doppeltdigitales Wachstum im IoT-Bereich. Der Cybersicherheitsumsatz dürfte weiter rückläufig sein, während Core Digital Security ein positives EBITDA im niedrigen zweistelligen Bereich anstrebt, ähnlich wie im Vorjahr. Das IoT-Segment soll seinen Verlust reduzieren, und das Unternehmen zielt auf eine free-cash-flow-Neutralität im H2 ab.
Insgesamt prognostiziert Kudelski eine deutliche Verbesserung der Rentabilität im zweiten Halbjahr.












