Die Investmentfirma Jefferies hat den brasilianischen Einzelhändler Assai und das Bildungsunternehmen YDUQS als ihre Topaktien in Lateinamerika identifiziert und der mexikanischen Fluggesellschaft Aeroméxico die Bewertung Halt zugewiesen.
Jefferies wählte Assai als Top-Wahl für die Region und verweist auf die Widerstandsfähigkeit des brasilianischen Verbrauchssegments, trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Finanzaktiengesellschaft betonte kontinuierlichen Kundenverkehr, Marktanteilszuwächse und den verstärkten Markteintritt privater Labels als zentrale Stärken. Sie wies auch auf Wachstumsmöglichkeiten in Apotheken hin, die sich aus der bestehenden Infrastruktur von Assai ergeben. Die Schuldenbewaffnung des Einzelhändlers soll aufgrund einer stärkeren Kassengenerierung und der Rückzahlung von Steuerkrediten weiter fortführen. Jefferies veränderte das Kursziel für Assai von 14 auf 12 Reais.
YDUQS, der auf Platz zwei rangiert, folgt auf die Bestätigung der Gespräche im Rahmen eines vorgeschalteten Zusammenschlusses mit Afya. Jefferies betrachtet den möglichen Deal als transformativ, der YDUQS grössere Grösse und Zugang zur medizinischen Schulungsplattform von Afya bietet. Das Unternehmen vermute, dass YDUQS günstigere Bewertungsbedingungen erzielen könnte als in seiner aktuellen Bewertung am öffentlichen Markt. Afya wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,1x für das Jahr 2026 gehandelt, während YDUQS nur 6x beträgt. Mit dem Deal könnten etwa 12.000 medizinische Bildungsplätze für Afya hinzukommen, mit der Möglichkeit auf bis zu 15.000. Geografisch haben die Kurse von YDUQS mit Sitz im Südosten brasilianischer Länder durchschnittlich höhere Studiengebühren von etwa 12.500 Reais, während Afya 9.500 Reais pro Kurskurs verlangt.
Aeroméxico, das eine neutrale Bewertung erhielt, kündigte Pläne an, das Zustimmung der Aktionäre für ein jährliches Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 100 Millionen US-Dollar einzuholen. Der Rückkauf hängt von Marktbedingungen, Liquidität und Prioritäten bei der Kapitalallokierung ab. Jefferies betrachtete diesen Schritt als Zeichen von Managementvertrauen und Engagement für die Renditen der Aktionäre.












