Die japanische Regierung bewertet Steuerbefreiungen für Gewinne aus dem Verkauf nicht kernbezogener Unternehmensbereiche im Rahmen ihrer Bestrebungen, die Umorganisation von Unternehmen zu beschleunigen und Sektoren zu konsolidieren. Secondo dem Plan würden Unternehmen eine unbefristete Zuordnung von etwa 30 % der Unternehmenssteuer auf derartige Gewinne erhalten, vorausgesetzt, dass die Erlöse innerhalb weniger Jahre in Akquisitionen investiert werden, die mit ihren Kernaktivitäten übereinstimmen.
Der Vorschlag soll in der Regel vor Ende dieses Monats in Steuerreformanträgen enthalten sein, wobei die endgültigen Einzelheiten noch vor der Genehmigung des Steuerreformpakets für das nächste Geschäftsjahr ende November fertiggestellt werden sollen. Die Initiative gilt als wichtiger Bestandteil der Unternehmenssteuerungsagenda von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi und hat zum Ziel, dichte Netzwerke von gegenseitigen Anteilen aufzubrechen, die historisch zu einer Bindung von nicht kernorientierten Vermögenswerten innerhalb von Konzerne geführt haben.
Das Rahmenkonzept basiert auf den steuerlichen Reformen in Deutschland in den frühen 2000er Jahren, die die Unternehmen weitgehend von Steuern auf Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftsanteilen befreien. Diese Politik trug dazu bei, dass sich die Kreuzinvestitionen reduzierten und die Effizienz bei der Kapitalallokation verbesserte. Analysten bemerken, dass die derzeitige steuerliche Behandlung Japans die Entkopplung hemmt, da Gewinne aus Verkäufen voll mit Steuern belastet werden, was die Anreize zur Übertragung von Vermögenswerten an Eigentümer vermindert, die besser in der Lage sind, Wert zu entdecken.
Die Regierung hat nicht definiert, welche Sektoren am stärksten davon profitieren würden, aber das Maßnahmenpaket soll auf Branchen mit fragmentierten Eigentumsstrukturen und unterausgenutzten Vermögenswerten abgesehen werden, darunter die produzierende Industrie und die Technologie. Der Vorschlag vervollständigt die umfassenden Bemühungen, die Unternehmensführung und die Produktivität inmitten der langanhaltenden Wachstumsflaute in Japan zu steigern.













