Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte, dass der Iran grundsätzlich bereit sei, sein Vorrat an hochangereichertem Uran an die internationale Gemeinschaft zu übergeben, vorausgesetzt, dass solche Vereinbarungen im Rahmen des Völkerrechts und des Atomwaffensperrvertrags (NPT) abgeschlossen werden.
Peseschkian sagte gegenüber Fox News: "Ja, im Rahmen des internationalen Rechts und auf der Grundlage des Atomwaffen-Nichtverbreitungstraktats werden wir alles befolgen, zu dem wir verpflichtet sind." Der NPT unterbindet den nuklearen Waffenausbau.
Nach Angaben der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) verfügt Iran über etwa 440 Kilogramm Uran, das zu etwa 60 Prozent der Reinheit angelangt ist. Die IAEA hat erklärt, dass die Menge für mehrere Atomwaffen ausreichen würde, wenn der Berechnungsgrad weiter erhöht würde. Derzeit haben die Inspektoren der IAEA keinen Zugang zu mehr als 20 bekannten Standorten des iranischen Atomprogramms.
Auf die Frage, warum der Iran überhaupt hochangereichertes Uran aufbewahrt, verzichtet Peseschkian darauf, ein klares Statement abzugeben. "Wir hatten Verhandlungen geführt und waren bereit, das Material im grossen Stil zu verdünnen", sagte er und fügte hinzu, dass die Vereinigten Staaten danach Iran angegriffen hätten. Zugleich übte er heftige Kritik an US-Präsident Donald Trump und wies darauf hin, dass Washington behauptet habe, das Uran sei vollständig zerstört worden.
Im Rahmen einer zuvor vereinbarten Rahmenvereinbarung sollten die Vereinigten Staaten und der Iran in weiteren Verhandlungen entscheiden, wie mit dem Material verfahren werden soll. Diese Vereinbarung lief jedoch ohne Verlängerung aus.













