Intuit meldete ein Umsatzwachstum im vierten Quartal von 13,6 % auf 4,35 Milliarden US-Dollar und übertrifft damit die Expertenvorhersagen, doch seine Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2027 fiel hinter den Schätzungen der WallStreet zurück, da das Unternehmen die Kundenwachstum vor einer kurzfristigen Profitabilität stellt.
Das Unternehmen progноzisierte Umsätze für das Geschäftsjahr 2027 zwischen 23,28 Milliarden USD und 23,51 Milliarden USD, was einer Wachstumsrate von 9 % bis 10 % entspricht, unter dem von LSEG abgeschätzten Betrag von 23,72 Milliarden USD. Der bereinigte Gewinn je Aktie wurde auf 22,88 USD bis 23,12 USD prognostiziert, einschliesslich eines auf Aktienbasierte Bezüge auswirkenden Betrags von 5,81 USD, im Gegensatz zu den Analystenschätzungen von 27,32 USD pro Aktie. Für das erste Quartal wird ein Umsatz von 4,29 Milliarden USD bis 4,31 Milliarden USD prognostiziert, der ebenfalls hinter dem von LSEG abgeschätzten Betrag von 4,36 Milliarden USD liegt.
Die Prognosen von Intuit berücksichtigen vorsätzliche Kompromisse zur Beschleunigung des Kundenwachstums, insbesondere in den Kernsegmenten TurboTax und Mailchimp. Der Umsatz von TurboTax wird für das Geschäftsjahr 2027 mit einer Wachstumsrate von 2 bis 3 Prozent veranschlagt, was einem Rückgang von 7% im Geschäftsjahr 2026 entspricht, während sich bei Mailchimp um die Jahreswende 2027 mit einer stagnierenden bis rückläufigen Umsatzentwicklung von 1% rechnet wird. Das Unternehmen wird in der ersten Quartal Mailchimp als separates Segment melden.
Die rückläufige Wachstumsprognose folgt auf einen Umsatzanstieg von 14% im Geschäftsjahr 2026 und unterstreicht die Auswirkungen strategischer Veränderungen hin zu einer Vermarktung von Nutzern. Zu den wesentlichen Faktoren gehören die Schwäche der Marketingplattform und der fortschreitende Rückgang der Desktop-Produkte sowie der geringere durchschnittliche Umsatz pro TurboTax-Kunde aufgrund von Preisanpassungen, die dazu dienten, mehr Nutzer zu gewinnen.
Die Aktien von Intuit standen neben den Aktien von Softwareunternehmen unter dem grösseren Druck, befleckt von Ängsten, dass allzweckliche KI-Tools die Nachfrage nach spezialisierten Softwarefunktionen verringern könnten. CEO Sasan Goodarzi betonte den Fokus des Unternehmens auf die Skalierung seiner langfristigen Initiativen und erklärte: "Zurückblickend konzentrieren wir uns darauf, unsere "Grossen Wetten" zu skalieren, den Kundenwachstum zu beschleunigen und bewusste Entscheidungen zu treffen, um eine stärkere Grundlage für langfristigen, nachhaltigen Wachstum zu schaffen."












