Intershop Holding verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang der Netto-Mieteinnahmen um 4,6 % auf CHF 37,7 Millionen im Jahresvergleich, da die Neubewertungsgewinne deutlich schwächer ausfielen. Das Unternehmen führte die Anpassung der Prognose auf Portfolioveränderungen zurück; nun wird für das Gesamtjahr mit stabilen Netto-Mieteinnahmen gerechnet, nach einer früheren Einschätzung von stabil bis leicht steigend.
Die Neubewertungsgewinne beliefen sich in der Periode auf CHF 47,7 Millionen und lagen damit deutlich unter den CHF 200,2 Millionen des Vorjahreszeitraums. Eingerechnet die Neubewertungseffekte ging der Nettoergebnis von Intershop auf CHF 67,5 Millionen zurück gegenüber CHF 175,9 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um Neubewertungen stieg der bereinigte Gewinn um 18 % im Jahresvergleich.
Die Portfolioaktivitäten trugen mit CHF 5,1 Millionen zum Ergebnis aus Immobilienverkäufen bei, gegenüber CHF 2,6 Millionen im ersten Halbjahr 2025. Nach dem Stichtag verkaufte Intershop ein Gewerbeobjekt in Bad Ragaz (SG) und erwarb das Portfolio der Gewerbebauten TPC AG, wodurch 41.000 Quadratmeter vermietbare Fläche in Kriens (LU), Stans (NW) sowie verbundene Niessbrauchsrechte hinzukamen. Das erworbene Portfolio generiert jährliche vertraglich gesicherte Mieteinnahmen von CHF 6,1 Millionen.
Der Wert der ertragsorientierten und Entwicklungsimmobilien von Intershop stieg zum Halbjahr auf CHF 1,92 Milliarden gegenüber CHF 1,75 Milliarden Ende 2025. Die marktbedingte Leerstandquote verbesserte sich auf 6,5 % gegenüber 6,9 % am Jahresende 2025. Zudem wurde Martin Munz mit Wirkung zum 1. Dezember 2026 als Leiter Bau und Entwicklung bestellt und löst damit Mireille Lehmann ab.
Für das Gesamtjahr erwartet Intershop nun stabile Netto-Mieteinnahmen, nach der früheren Einschätzung von stabil bis leicht steigend, und rechnet mit mindestens CHF 30 Millionen Erlösen aus geplanten Immobilienverkäufen. Der bereinigte Gewinn soll das Vorjahr übertreffen, was die Fortsetzung der Dividendenpolitik stützt.













