Herantis Pharma Oyj gab am Mittwoch einen Finanzierungsmangel zwischen 22 Millionen und 27 Millionen Euro bekannt, um seinen führenden Parkinson-Medikamentkandidaten HER-096 durch eine Phase II-Effizienzstudie voranzubringen, obwohl 8 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Programm Horizon Europe bereitgestellt wurden.
Das finnische Biotechnologieunternehmen verfügte am 30. Juni 2026 über 3,5 Millionen Euro an Barkapital und BFK, zusammen mit einem negativen Eigenkapital von 0,7 Millionen Euro. Die Betriebskosten blieben im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr konstant, während das Unternehmen im Februar 4,2 Millionen Euro durch eine Terminscheineemitteilung aufbrachte. Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 höher, was durch Finanzmittel der Michael J. Fox Foundation und von Parkinson’s UK für eine vorherige Phase I-B-Studie verursacht wurde.
HER-096, das wichtigste Asset des Unternehmens, richtet sich an Patienten mit dem frühen Stadium der Parkinson-Krankheit und hat in Phase I-B-Studien eine günstige Sicherheit, Verträglichkeit und biologische Wirksamkeit gezeigt, einschließlich einer effizienten Durchdringung des Gehirns und Verbesserungen bei der Proteostase und der mitochondriellen Funktion. Die Phase-II-Studie, die sich auf etwa 20 Millionen Euro beläuft, ist als eine Placebo-kontrollierte, doppelt verblindete Studie konzipiert, die eine 9-monatige Placebo-kontrollierte Phase und eine 6-monatige offene Extension umfasst. Die Registrierung wurde für circa 100 Patienten vorgesehen, mit einer Dosierung von zwei subkutanen Injektionen von 300 Milligramm pro Woche.
Das Management erwartet, bis Ende 2026 einen Antrag für eine klinische Studie einreichen zu können, wobei die Einbeziehung von Patienten bereits im ersten Halbjahr 2027 beginnen soll. Zwischenberichtsdaten zur Wirksamkeit werden Anfang 2029 erwartet, gefolgt vom vollständigen Phase-II-Datensatz. CEO Antti Vuolanto beschrieb die Lage des Unternehmens vor den Wirksamkeitsstudien als stark, während Chief Medical Officer Juha Savola die Notwendigkeit einer intelligenten, patientenorientierten Studienkonzeption betonte, um aussagekräftige Signale zu erzeugen.
Nach Abzug der 8-Millionen-Euro-Beihilfe und bestehender Liquidität steht dem Unternehmen ein Finanziierungsdefizit von 22 Millionen Euro bis 27 Millionen Euro gegenüber. Die Aktien von Herantis Pharma fielen nach der Aktualisierung um 4,5 % auf 1,614 Euro und legten damit ihren Rückgang von einem 52-Wochen-Hoch bei 3,87 Euro fort.













