Bis zu die Hälfte der geplanten Datenzentren in den USA könnten aufgrund von Infrastrukturbegrenzungen und rechtlichen Einwänden ihre Entwicklung verlangsamen oder erst ganz storniert werden, warnt die Energiefirma Kimmeridge Energy Management Co. am Mittwoch.
Das Unternehmen, das den Energiebedarf im Zusammenhang mit der technologischen Expansion beobachtet, schätzt, dass die Datenzentren 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter pro Tag an US-Naturgas verbrauchen könnten. Allerdings könnten Verzögerungen bei den Projektgutachten und der Bauphase die Gasnachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz am unteren Ende dieses Bereichs belassen. Die insgesamt erwartete Wachstumsrate des US-Naturgasverbrauchs liegt weiterhin bei 30 Milliarden Kubikmeter pro Tag, wobei ein grosser Teil der Zunahme auf LNG-Exporte zurückzuführen ist.
Ben Dell, Managing Partner und Mitbegründer von Kimmeridge, bemerkte, dass die Expansion der Technologie mit Einschränkungen der realen Welt kollidiert, einschliesslich der Mangel an Infrastruktur, politischer Widerstand und lokaler Opposition. Staaten wie Pennsylvania, Texas und Ohio, die früher als förderlich für die Entwicklung von Rechenzentren angesehen wurden, müssen sich nun mit immer grösserem Widerstand aus allen Parteien auseinandersetzen. Das Thema hat sich auch als Faktor bei den bevorstehenden US-Mittewahlen gezeigt.
Dell betonte, dass ideale Datenzentren keinen negativen Einfluss auf den Wasserverbrauch, die Bodennutzung, die Emissionen oder die Strompreise haben würden. Die Verzögerungen treten trotz der Bemühungen auf, neue Kraftwerke zu errichten, um den Strombedarf für KI-Verteilung zu decken, was sonst zu einem erheblichen Anstieg des Erdgasverbrauchs führen könnte.
Historisch haben die Preise für Erdgas in den USA während des gesamten vergangenen Jahrzehnts relativ niedrig gelegen, was vor allem auf eine Überangebote durch Fracking-Projekte zurückzuführen ist. Die Abschwächung der Datenzentrenentwicklung kann die Nachfrageprognosen noch weiter dämpfen, insbesondere in Regionen, in denen die Opposition vor Ort zugenommen hat.












