Golds futuren stiegen am Donnerstag um 0,6 % auf 4.680,50 USD pro Unze, während Spot-Gold um 0,7 % auf 4.625,83 USD kletterte, nachdem es zuvor kurzzeitig auf 4.650 USD gestiegen war. Das gelbe Edelmetall hatte die vorherige Sitzung mit einem Abschlag von 1,4 % beendet und damit eine fünf Tage lange Gewinnserie beendet, liegt aber dennoch um etwa 14 % höher für den August.
Silber stieg um 1,9 % auf 69,41 US-Dollar je Unze und Platin avancierte um 1 % auf 1.854,30 US-Dollar. Der US-Dollar-Index bewegte sich unverändert bei 99,12 und ermöglichte damit einen geringen Druck auf dollar- notierte Rohstoffe.
Die neuesten US-Inflationsdaten zeigten, dass der Personalkonsumausgabenpreisindex in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 3,7% gestiegen ist, was gleich dem Plus jener gleichen Zeitperiode im Juni entspricht und über dem erwarteten Plus von 3,6% der Ökonomen lag. Das 2%-ige Inflationsziel der Federal Reserve bleibt weiterhin unerreichbar, während die Wachstumsrate des BIP im zweiten Quartal auf 1,5% bestätigt wurde. Das Haushaltseinkommen stieg im Juli um 0,4%, die Konsumausgaben dagegen blieben unverändert.
Die Marktpreise deuten auf eine 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September hin, was etwa 36% vor den Daten betrugen. Händler erwarten auch eine weitere Straffung bis Jahresende. Die Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Warsh, soll am Freitag auf dem Symposium in Jackson Hole eine wichtige Rede halten, die auf Signalwirkung für die Politikstrategie getestet wird.
Die Analysten von ANZ merkten darauf, dass die recente Stärke von Gold eine anhaltende „Entwertungswährung“ widerspiegelt, da Investoren sich gegen Fiskaldefizite, erhöhte Verschuldung und Maßnahmen zur Bekämpfung der langfristigen Anleihezinsen schützen. Die Entscheidung der US-Regierung, die geplanten Rückkäufe länger laufender Schulden zu verdoppeln, hat ebenfalls Spekulationen über den Zusammenhang zwischen der Geld- und der Fiskalpolitik angestoßen.
Technische Ebenen bleiben positiv, Gold bewegt sich über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Die auf Gold orientierten börsennotierten Fonds haben während der jüngsten Rally ununterbrochen influssgebenden Kapital angezogen, parallel dazu gab es stetige Ankäufe durch die Zentralbanken.
Die Veranstaltung in Jackson Hole wird weit verbreitet als wichtiger Wendepunkt für die globalen Märkte angesehen, und man erwartet, dass Warshs Bemerkungen die Erwartungen für die nächsten Geschäfte der Fed prägen werden.













