Der Goldpreis hat sich trotz höherer US-Treasury-Zinssätze gestärkt, untergründet von einer schwachem Dollar und anhaltenden Inflationsdrucken. Der Personal Consumption Expenditure Price Index stieg im Juli um 3,7 % gegenüber dem Vorjahreswert, während der Kern-PCE um 3,3 % stieg, was beide deutlich über dem 2 % Ziel der Federal Reserve liegen. Die Derivate-Märkte geben für einen Zinsanhebung im September nun eine Wahrscheinlichkeit von 40 % an, nachdem man sich früher noch auf zwei Zinssenkungen eingestellt hatte, da die Wirtschafts-daten enttäuschen.
Die Unfähigkeit des Dollars, seine Gewinne zu halten, obwohl die US-Treasury Versuche unternimmt, die Renditen von Anleihen zu kontrollieren, hat zu einer Verschiebung hin zu alternativen Vermögenswerten geführt. In den vergangenen fünf Tagen zogen Gold- und Bitcoin-fokussierte ETFs etwa 7 Milliarden US-Dollar an flüssigen Einzahlungen an, wobei fast die Hälfte auf das von State Street Investment Management ausgestattete Gold-Produkt entfiel. Die Analyse bereitet Anlass für eine „Entwertungsstrategie“, bei der die Anleger ihre Exponierung gegenüber Währungen und Anleihen reduzieren, um im Gegenzug auf Edelmetalle und Kryptowährungen umzusteigen. Dies geschieht im Hinblick auf Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der US-Politik.
Natixis hat seine Goldpreiseprognose für das Ende des Jahres 2026 von 4.600 auf 5.000 US-Dollar je Unze erhöht und verweist dabei auf frühere Anzeichen für den Auftrieb des Metalls noch bevor die Ankündigung des Staatsministeriums über die Käufe langlaufender Anleihen erfolgt war. Die Erhöhung begründet das Unternehmen mit einer Reihe schwacher US-Wirtschaftsberichte, die die Erwartungen auf den Futuresmärkten neu definierten. TD Securities stellt fest, dass Edelmetalle sich in höheren Handelsbereichen stabilisieren, warnt jedoch davor, das Potenzial für Rekordhochs zu überschätzen und weist auf die jüngsten Preisrücksetzungen vor den wichtigen Reden beim Jackson-Hole-Symposium hin.












