Gold-Futures gaben am Mittwoch um 0,3 % auf 4.680,51 USD je Unze nach, während Spotgold um 0,7 % auf 4.624,97 USD zurückfällt – obwohl der Rückgang bei den Ölpreisen und den Renditen von US-Staatsanleihen eine Abwärtsbewegung veranlasste.
Die Korrektur folgte auf eine dreitägige Rally des Gelbgolds, die die Preise auf mehrmonatige Höchststände drückten, angetrieben von erhöhten geopolitischen Risiken sowie Erwartungen eines konjunkturschonenden Kurswechsels der wichtigsten Zentralbanken. Brent-Rohöl fiel unter 90 US-Dollar pro Barrel, was die Beachtung von Inflationsdrucksorgen minderte, die oft die Verwendung von Gold als Absicherung unterstützen.
Die Marktreinschätzung für eine Föderalen-Reserv-Anhebung im September entspannte sich, wobei Händler die bald anstehenden US-Konjunkturdaten und Aussagen von FED-Vertretern als Schlüsselträger nannten. Der Index für die persönlichen Verbrauchausgaben (PCE), der vor dem Wall Street-Öffnungsritus veröffentlicht wird, sollte eine leichte Beschleunigung der Kerninflation auf 0,2 % monatlich im Juli aufweisen, was dem im Juni gemessenen Jahresvergleichsziel von 3,3 % entspricht.
Christopher J. Warsh, der Gouverneur der Federal Reserve, wird am Freitag auf dem Symposium in Jackson Hole seine erste grosse Rede als Chairman halten. Hier wird erwartet, dass er weitere Signale zur Richtung der Geldpolitik der Zentralbank geben wird. Susan Collins, Präsidentin der Federal Reserve Bank von Boston, warnte kürzlich in einem Essay, dass eine straffere Geldpolitik vielleicht bald gerechtfertigt sein könnte, wenn keine nachhaltige Entinflation erfolgt.
Der erfahrene Marktanalyst David Morrison von Trade Nation betonte, dass die Kombination aus makroökonomischen Daten und den Kommentaren der Fed als Katalysator für den nächsten bedeutenden Kursanstieg des Golds dienen könnte.












