Die Bemühungen Deutschlands, seine Gaslagerziele vor dem Winter zu erreichen, haben sich als Fehlrechnung erwiesen. Die Lagerbestände lagen am Donnerstag bei etwa 50 Prozent der Kapazität, wie Daten des AGSI-Transparenz-Plattforms zeigen. Der Rückstand kommt, als das Land versucht, Anlagen bis zu 70 Prozent zu füllen, um Energieversorgungssicherheit in Zeiten geopolitischer Spannungen zu gewährleisten.
Der Rückstand spiegelt ein breiteres Trend in Europa wider, wo Lagerstandorte durchschnittlich bei 62 Prozent liegen, im Vergleich zu 76 Prozent an gleicher Stelle im Vorjahr. Höhere Preise, die durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran entstanden sind, haben Unternehmen davon abgehalten, Gas für das Lager zu kaufen, da der Verkauf auf dem Spotmarkt lukrativer wurde. Die europäischen Gaspreise stiegen am Freitag auf fünfmonatige Höchststände, angetrieben durch die gestaute Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der niederländische Front-Monats-TTF-Benchmark ist seit Beginn 2026 um mehr als das Doppelte gestiegen.
Kerstin Andreae, Geschäftsführerin des deutschen Energieverbandes BDEW, warnte, dass das Erreichen des Lagerziels körperlich noch möglich, aber zunehmend herausfordernd ist. Sie warnte, dass Unternehmen weiterhin Käufe aufschieben, bis die wirtschaftlichen Anreize angepasst werden, was bedeutet, dass die Regierung die Steuern, Gebühren oder Abgaben reduzieren könnte, um das Lager attraktiver zu machen.
Die deutsche Energiebehörde erklärte am Donnerstag, dass es keine unmittelbare Bedrohung für die Winterlieferungen gibt, obwohl Beamte Vorsorgemaßnahmen vorbereiten, die schnell aktiviert werden könnten, wenn die Situation sich verschlechtert. Die Behörde stützt sich auf eine Periode erhöhter Volatilität in den europäischen Energiebörsen, wo geopolitische Risiken wiederholt die Lieferausichten gestört haben haben.












