Die Rohöl-Futures blieben am Freitag zum zweiten Mal in Folge im Plus, nachdem geopolitische Risiken im Nahen Osten nach den Bedrohungen umfassender US-Sanktionen gegen den Iran und den weitergehenden Drohneneinsätzen der Ukraine gegen russische Raffinerien eskalierten.
Brent-Rohöl notierte bei 93,50 USD pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) bei 86,43 USD pro Barrel notierte. Das Aufwärtstrend spiegelt die wachsenden Sorgen über mögliche Lieferverzögerungen in einer Region, die für den globalen Ölfluß von besonderer Bedeutung ist, wider.
US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, die Regierung bereite eine "Wirtschaftskriegskampagne und Isolierung in einem bislang nicht gesehenen Ausmaß" gegen den Iran vor, während Finanzminister Scott Bessent die Maßnahmen als "Kombination aus Blockade und den strengsten Sanktionen der Geschichte" bezeichnete.
"Es wird in Iran funktionieren, und wir werden dieses Regime stürzen," sagte Bessent laut Reuters. Einzelheiten zur geplanten wirtschaftsbezogenen Druckkampagne werden am Montag vorgestellt, wobei die USA Unterstützung von China, dem größten Importeur iranischem Rohöls, suchen.
Das potenzielle Unterstützungspotential Chinas ist jedoch unsicher, da Peking wiederholt gegen Sanktionen protestiert und trotz bestehender Beschränkungen weiterhin Öl aus dem Iran kauft. Analysten bemerken, dass Beijings Haltung die Bemühungen zur wirtschaftlichen Isolation Teherans erschwert.
"Beide Seiten halten sich stur, aber mangeln an der Zeit, das Warten Spiel zu spielen, wobei die Rohölpreise unaufhaltsam weiter steigen", sagte IG-Analyst Tony Sycamore laut Reuters.
Auch die Kreditratingsagenturen warnten vor Aufwärtsrisiken für die Ölpreise. BMI und Fitch Ratings gaben an, ihre Ölpreisvorhersagen nach oben anzupassen, und verwiesen auf ein starkes Potenzial für steigende internationale Benchmarkwerte in Anbetracht des verschärften Konflikts im Persischen Golf.













