Die deutschen Aktien steigerten sich am Dienstag, nachdem der DAX um 0,57 % auf 26.255 Punkte gestiegen war, nachdem er am Montag über der Marke von 26.000 Punkte geschlossen hatte. Der Euro Stoxx 50 der Eurozone legte um 0,5 % zu, während der MDax der mittelgroßen Werte um 0,66 % auf 32.242 Punkte stieg.
Diese Fortschritte kamen im August, als der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts, Deutschlands führender Wirtschaftsbarometer, zum zweiten Monat in Folge verbesserte. Die Lesewerte übertrafen die Prognosen der Analysten und signalisierten eine Erholung des Geschäftsklimas trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und der jüngsten Dürrebedingungen. Frühere Datenrevisionen zeigten, dass das Bruttoinlandsprodukt des Landes im 2. Quartal um 0,3 % im Jahresvergleich stieg, gegenüber der vorherigen Schätzung von 0,2 %. Dies markierte den dritten aufeinanderfolgenden Quartal der Expansion.
Die Ölpreise sanken weiter und gaben den Börsen weitere Unterstützung. Die Futures für Rohöl in den USA fielen, da Finanzminister Scott Bessent keine konkreten Maßnahmen zur Verärterung des wirtschaftlichen Drucks auf den Iran umriss, trotz vorheriger Drohungen, Teheran von der Weltwirtschaft zu isolieren. Die geopolitische Lage ist weiterhin ein wichtiger Risikofaktor für die Energiemärkte.
Die Aktien von Chip-Unternehmen notierten am Mittwoch vor dem Ergebnis der Nvidia-Führung um 2,4 % höher, Infineon und Süss MicroTec gewannen je 2,4 %. Die Rally der künstlichen Intelligenz setzte sich fort, nachdem UBS seine weltweite Prognose für Investitionen in die KI für 2027 auf 1,2 Billionen USD erhöht hat. Siemens Energy avancierte um 2,2 %, nachdem Bloomberg berichtete, dass Goldman Sachs beauftragt wurde, ein mögliches Mehrheitsangebot für den Dampfturbinegeschäft des Unternehmens zu untersuchen, wobei Indikationen auf eine Bewertung der Einheit von über 10 Mrd. € hindeuteten.
Scout24 konnte Gewinne im DAX verzeichnen und erreichte mit einem Plus von 3% sein höchste Niveau seit Anfang Februar. Im MDax stieg Deutz um mehr als 8%, nachdem Kepler Cheuvreux und Oddo BHF die Kursziele erhöht hatten und den Expansionskurs des Motorherstellers in die Verteidigungsbranche neben dem Kerngeschäft beschrieben hatten. Im Gegenzug brach Gerresheimer um 7% ein, nachdem der interimistische CEO Uwe Röhrhoff abgetreten war.












