Die deutsche Automobilindustrie hat ihre Besorgnis über die sich steigenden Handelskonflikte zwischen den USA und Kanada zum Ausdruck gebracht, nachdem US-Präsident Donald Trump eine geplante Zölle in Höhe von 50% auf PKW, Nutzfahrzeuge, Autoteile und Stahlimporte aus Kanada angekündigt hatte, die ab Januar 2027 in Kraft treten sollen.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der deutsche Automobilverband, hob die Abhängigkeit der Branche von einem stabilen grenzüberschreitigen Handel mit Kanada hervor. Viele deutsche Zulieferer unterhalten in Kanada Produktionsstätten und liefern Komponenten an US-Montagestellen, während deutsche Hersteller auch in die Produktion kanadischer Batterietechnologien investiert haben. Der VDA warnte, dass häufige Änderungen der Zölle und Handelsregeln, die durch neue Bedrohungen verstärkt werden, Unsicherheit verursachen, was Investitionsentscheidungen beeinträchtigt.
Der Konflikt eskalierte, nachdem die Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada am Freitag zusammenbrach, wobei beide Seiten sich gegenseitig für den Scheitern verantwortlich machten. Als Reaktion darauf bestellte Trump eine Zollsteuer von 50 % für Güter kanadischer Herkunft im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar, darunter Wein, Möbel, Milchprodukte und Bekleidung. Der kanadische Premierminister Mark Carney reagierte am Wochenende mit Vorfällen von Vergeltungshandeln und erhöhte damit das Risiko eines umfassenderen wirtschaftlichen Zusammenbruchs.
Die deutschen Autobauer, darunter Daimler mit seiner EQG-Elektrofahrzeugreihe, haben signifikante Produktions- und Lieferketteneinbindungen in Kanada. Der VDA betont, dass die Branche vorhersehbare Handelsbedingungen benötigt, um langfristige Investitionen in Produktionskapazitäten und Technologieforschung zu unterstützen.













