Der französische Dienstleistungssektor schrumpfte im August zum zweiten Monat in Folge, und der S&P Global Purchasing Managers’ Index (PMI) fiel von 49,6 im Juli auf 48,0, wie Daten vom 3. September zeigen. Die Zahl liegt auch weiterhin unter der Schwelle von 50,0, die Wachstum von Verringerung abgrenzt.
Der Neuabverkauf sank zum achten Mal in neun Monaten und zog eine marginale Verbesserung im Juli wieder in Rückschritt. Mehrere Unternehmen führten den Rückgang auf die extreme Hitze während des Monats zurück, obwohl die allgemeine Reduzierung neuer Aufträge als moderat beschrieben wurde. Die internationalen Verkäufe gingen mit dem schnellsten Tempo seit Mai zurück, was auf eine schwächere externe Nachfrage hindeutet.
Die ausstehenden Auftragsbestände schrumpften weiter, die Rückstände nahmen den stärksten Rückgang in vier Monaten zu. Dies war der 12. Monat in Folge, in dem die ausstehenden Aufträge zurückgingen, was den anhaltenden Druck auf die operative Kapazität widerspiegelt.
Die französischen Dienstleister reduzierten die Personalkennzahlen zum vierten Mal in Folge, obwohl das Tempo der Entlassungen von Juli leicht verlangsamt wurde. Die Unternehmen vermieden es weitgehend, abtretende Mitarbeiter zu ersetzen; einige entschieden sich stattdessen, die festen Belegschaft zu reduzieren.
Die Eingangsnachweise stiegen im August stark an, angetrieben vor allem durch höhere Kraftstoffpreise. Die Inflationsrate beschleunigte sich erstmals seit Mai, wodurch die Dienstleistungsunternehmen ihre eigenen Preise im schnellsten Tempo seit drei Monaten erhöhten.
Die Unternehmensstimmung verbesserte sich marginal, blieb aber weiterhin deutlich unter den historischen Durchschnittswerten. Die Unternehmen nannten politische Unsicherheit, nachlassende Kundennachfrage und schwierige wirtschaftliche Bedingungen weltweit als Hauptfaktoren, die das Stimmungsbild beeinflussen.
Auch der breitere private Sektor schrumpfte, wobei der composite PMI-Ausgabewert von 49,4 auf 48,5 sank. Dieser Rückgang wurde ausschliesslich vom Dienstleistungssektor angetrieben, da die Produktionsleistung im Verarbeitenden Gewerbe lediglich marginal gestiegen ist.












