Der Dienstleistungssektor in Italien hat sich im August auf sein höchsten Niveau der letzten dreieinhalb Jahre beschleunigt. Dies geht aus den neuesten Daten des Purchasing Managers' Index (PMI) von S&P Global hervor. Der S&P Global Italy Services Business Activity Index stieg im August von 52,5 auf 55,2 und markierte damit das höchste Niveau seit April 2023. Die Expansion, die über der Schwelle von 50 lieg, die zwischen Wachstum und Schrumpfung unterscheidet, spiegelt den stärksten Wachstumstempo im Dienstleistungssektor seit Beginn der Pandemien- wachstumsphase wider.
Der umfassendere S&P Global Italy Composite PMI Output Index, der Dienstleistungen und den Verarbeitenden Industriezweig umfasst, stieg von 52,5 im Vormonat auf 53,6 zumindestens. Dies entspricht der zweithöchsten Gesamtbewertung seit mehr als drei Jahren und signalisiert eine breite Verbesserung in der italienischen Wirtschaft. Die Dynamik im Dienstleistungssektor compensated die anhaltende Verringerung in der Verarbeitenden Industrie, in der die Produktion sich zum 13. Monat in Folge rückläufig entwickelte.
Der neue Unternehmenswachstum im Dienstleistungssektor beschleunigte sich auf das härteste Tempo seit fast zwei und einen halben Jahr, angetrieben vor allem von der innenpolitischen Nachfrage. Dienstleister meldeten Zuwächse durch Neukundenaufkäufe, verbesserte Verkaufsergebnisse und die Aufnahme neuer Projekte. Die Exportverkäufe stiegen ebenfalls an, obwohl die internationale Nachfrage im Vergleich zu den innenpolitischen Aufträgen bescheiden blieb.
Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor wuchs im dritten Monat in Folge, wobei die Ausbildungsraten als moderat, aber unter den stärksten in mehr als einem Jahr beschrieben werden konnten. Temporäre Verträge spielten die vorherrschende Rolle bei der Neubesetzung von Stellen, während die Unternehmen ausreichende Kapazitäten haden, um mit dem bestehenden Auftragsrückstand umzugehen, der nunmehr seit fünf Monaten hintereinander sank. Die Inflation bei den Einstiegskosten blieb hoch, angetrieben durch höhere Energiekosten, Treibstoffpreise und Rohstoffpreise sowie gestiegene Kosten für betriebliche Dienstleistungen. Die Dienstleister erhöhten ihre eigenen Preise im Vergleich zum Juli nur langsamer.
Die Geschäftserwartung im Dienstleistungssektor sank auf das niedrigste Niveau seit Mai, obwohl diese von Neukundengewinnen und geplanten Investitionsausgaben gestützt wurde. Der Optimismus wurde von Sorgen über das externe Umfeld, einschliesslich geopolitischer Risiken und breiterer wirtschaftlicher Unsicherheit, gemildert.













