Firefly Aerospace kündigte eine mehrere Starts umfassende Vereinbarung für zwei ihrer Alpha-Raketen an, die vom schwedischen Weltraumbahnhof Esrange gestartet werden sollen. Die Starts sollen vom Startkomplex 3C aus erfolgen und werden auf kein früheres Datum als 2028 festgelegt, was den ersten orbitalen Start von Festland-Europa darstellt.
Die Missionen werden Nutzlasten für schwedische Kunden im Bereich der nationalen Sicherheit sowie für kommerzielle Clients befördern. Gemäss der Vereinbarung hat SSC Space, das die Esrange betreibt, die gesamte Startkapazität gesichert und kann Nutzlastplatz für seine eigenen Regierungs- und kommerziellen Kunden zur Verfügung stellen.
Die Vereinbarung baut auf den kürzlich eingerichteten transatlantischen regulatorischen Rahmenbedingungen auf und umfasst die Fertigstellung der wichtigsten Bodeninfrastrukturen auf dem Esrange-Standort. Zu den bereits realisierten Elementen gehören ein Startleitenzentrum, eine Nutzlastverarbeitungsanlage, ein Gebäude für die Integration der Trägerrakete, Überwachungs- und Steuerungssysteme sowie Sicherheits- und Lagerräume; der Endausbau der Startrampe ist derzeit im Gange.
Firefly Aerospace, das 2017 gegründet wurde und seinen Hauptsitz im Zentrum von Texas hat, bezeichnet sich selbst als ein Unternehmen für Raumfahrt- und Verteidigungs-technologien. SSC Space beschäftigt rund 750 Mitarbeiter, betreibt den Standort Esrange und unterhält ein weltweites Netzwerk von kommerziellen Bodenstationen für Satellitenkommunikation. Die CEOs Jason Kim und Charlotta Sund deuteten an, dass der Vertrag die europäische Nachfrage nach orbitalen Startdiensten bestätigt und den strategischen Wert der transatlantischen Partnerschaft unterstreicht.












