ADVERTISEMENT
LIVE-DESK·Globale Marktredaktion·Last updated 14s ago
ADVERTISEMENT
Novara — A Smarter Way to Access Global Markets
Märkte/AktienArticle

US-Märkte im Minus: Fed-Zinsentscheid und Nahost-Konflikt belasten Aktien

Die US-Indizes verlieren im frühen Handel, während die Fed-Zinssitzung und die Ölpreise die Stimmung dämpfen. Berenberg stuf für Eli Lilly auf «Buy» hoch, während UBS und die Partners Group im SMI darunter leiden.

PA
Priya Anand · Equities & Earnings Desk · 16 Sept 2026 · 07:44 · 3 Min. Lesezeit
Teilen
US-Märkte im Minus: Fed-Zinsentscheid und Nahost-Konflikt belasten Aktien

Die US-Aktienmärkte notierten am Dienstag im Minus, angetrieben von einer Kombination aus geopolitischen Spannungen, steigenden Ölpreisen und der bevorstehenden Zinsanzeige der Federal Reserve. Der Dow Jones Industrial fiel um rund 0,3 Prozent auf 52.270 Punkte, der S&P 500 um 0,1 Prozent auf 7.612 Punkte und der technisch schwierige Nasdaq 100 verlor ebenfalls 0,3 Prozent auf 29.130 Punkte. Die Futures auf den Dow Jones und Nasdaq fielen jeweils um 0,25 bzw. 0,1 Prozent. Analysten erwarten, dass die Fed bei ihrer dritten Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh erstmals seit Jahren die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte anheben könnte, was die Zinsspanne auf 3,75–4,00 Prozent bringen würde. Trotz der erwarteten Erhöhung bleibt die Marktspannung jedoch hoch, da Warsh keine klaren Signale für die Finanzmärkte gegeben hat. Gleichzeitig belasten die jüngsten Eskalationen im Nahen Osten und die anhaltend hohen Energiepreise die Märkte. Der Brent-Krude-Preis stieg auf rund 108 US-Dollar pro Fass, was die Anleger zusätzlich unter Druck setzte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte mit 5,041 Prozent den höchsten Stand seit 2007, was die Risikobereitschaft weiter einschränkte.

Einer der wenigen positiven Ausreisser war der Pharmakonzern Eli Lilly, dessen Aktie nach einer Aufstufung durch Berenberg um 1,3 Prozent gestiegen ist. Die Privatbank erhöhte das Kursziel von 1.220 auf 1.400 US-Dollar, was einem Potenzial von rund 23 Prozent basierend auf dem Schlusskurs vom 14. September entspricht. Die Analystin Kerry Holford begründete die Empfehlung mit Lillys dominanter Position auf dem Markt für Abnehmpräparate wie Zepbound und Mounjaro (beide basierend auf Tirzepatid), die bei Adipositas und Diabetes führend sind. Zwar lief das im April lancierte Foundayo (Orforglipron) bisher verhalten an, doch die bevorstehende Diabetes-Zulassung für das Mittel und das Programm «Medicare GLP-1 Bridge», das Versicherten Zugang zu GLP-1-Medikamenten für 50 US-Dollar pro Monat gewährt, treiben die Nachfrage nach Lillys Produkten voran. Holford betonte, dass weitere Forschungsprojekte, die von den Gewichtsreduktions-Erfolgen profitieren könnten, unterschätzt werden.

Unter den Einzelwerten zeigten sich auch positive Entwicklungen bei Stahlunternehmen. Nachdem chinesische Stahlhersteller aufgefordert worden waren, strenge Produktionsbegrenzungen und Bestandsreduzierungen durchzuführen, stiegen Aktien wie die von Steel Dynamics im Vorbörsengeschäft um 4,5 Prozent. Die Branche in China befindet sich nach Jahren des Wachstums in einer Phase der «Reduzierung und Optimierung», was auch die internationalen Stahlpreise entlasten könnte.

Im Bereich der Kryptowährungen zeigte sich hingegen Zurückhaltung. Der Bitcoin-Preis sank um 1,7 Prozent, während die Aktien von Coinbase und Bullish jeweils um 4 und über 2 Prozent einbrachen. Die Unsicherheit über die Regulierungsfortschritte eines umfassenden US-Gesetzes belastete den Sektor.

Im Schweizer Markt verlor der SMI 0,64 Prozent auf 13.708,71 Punkte, wobei UBS und Partners Group je 2,5 Prozent einbrachen. Im breiteren Schweizer Index SPI sank der Wert um 1,17 Prozent auf 19.310,24 Punkte. Das Tagestief des SMI lag rund 30 Punkte tiefer und markierte den tiefsten Stand seit Mitte Juni. Im Gegensatz dazu stiegen die Aktien von DocMorris um über 3 Prozent.

Die europäischen Erdgasmärkte blieben angespannt, der europäische Erdgas-Future rutschte um 1,5 Prozent auf 80,80 Euro/MWh. Trotz höherer Lieferungen aus Norwegen und verstärkter Windstromproduktion blieb die Versorgungssituation kritisch. Die Gasanlagen in der EU waren zu 68,2 Prozent gefüllt, was 16,2 Prozentpunkte unter dem Fünfjahresdurchschnitt lag. Ein 24-stündiger Streik an einem französischen LNG-Terminal könnte zum Teil durch Terminals in den Niederlanden und Belgien aufgefangen werden.

Die Aktien des Bankensektors zeigten ebenfalls Schwächen, angetrieben durch pessimistische Äusserungen von Brian Moynihan, dem Chef von Bank of America. Die Deutsche Bank und ihre Tochter DWS büssten um bis zu 4 und 5 Prozent ein, während UBS mit einem Rückgang von 5,8 Prozent Schlusslicht im Schweizer Blue-Chip-Index blieb. Moynihan hatte auf einer Finanzkonferenz von Barclays angekündigt, dass die Investmentbanking-Gebühren im dritten Quartal um mindestens 10 Prozent sinken könnten, während die Umsätze im Bereich Sales und Trading unverändert bleibe. Dies unterstreicht die Herausforderungen für Investmentbanken und Vermögensverwalter.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Finances-Review-Redakteurin bearbeitet.
ADVERTISEMENT
Artikel teilen
PA
Geschrieben von
Priya Anand
Equities & Earnings Desk

Priya covers listed equities and corporate earnings, reading quarterly results and guidance for what they signal about sector health and forward valuations.

Mehr von Priya Anand →
ADVERTISEMENT
ADVERTISEMENT