Das Büro des Inspektors der Federal Reserve forderte strenge Kontrollen, um die Weitergabe vertraulicher nichtöffentlich verfügbarer Informationen an Direktoren der regionalen Reservebanken der Zentralbank zu verhindern. Als Begründung wurden Protokolle genannt, die darauf schliessen lassen, dass sensibler Policy-Diskussionen an Vorstandsmitglieder gelangen, die solche Daten für ihren persönlichen Nutzen nutzen könnten.
Der Bericht des Wachsprinzips konzentrierte sich auf die 12 regionalen Reservebanken, deren Verwaltungsräte Privatbankier und führende Geschäftspersonen aus dem Finanzsektor beinhalten. Diese Direktoren empfangen Vorträge von Fed-Politikern vor oder unmittelbar nach den Geldpolitiker-Meetings, wodurch ihnen möglicherweise Zugang zu wichtigen nicht-öffentlichen Informationen gewährt wird.
Nach den geltenden Regelungen ist es FOMC-Politikerinnen und -Politikern untersagt, Einzelheiten über die Treffen der Ausschüsse, auf denen die Tagesrang für die Bundesmittel festgelegt wird, weiterzugeben. Der Generalinspektör stellte jedoch fest, dass aus Protokollen von Besprechungen zwischen den Verwaltungsräten der Reservebanken und ihren Präsidenten Beispiele hervorgehen, in denen sensible Informationen des FOMC möglicherweise an Direktoren weitergegeben wurden.
In einem bestimmten Fall führte der Präsident der Reservebank einen"umfassenden Diskussion"mit den Direktoren einen Tag nach einer politischen Sitzung, die sich u. a. mit den prognostizierten Inflationstrends und der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Unsicherheit auf globaler Ebene befasste. Der Inspektionsdirektor merkte an, dass zukunftsträchtige Gespräche, die Tage nach einer FOMC-Sitzung geführt wurden, vertrauliche Informationen enthalten können, die nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die Aufsichtsräte der Reservebanken kommen regelmässig zusammen, um die Zinssätze zu empfehlen, die die Handelsbanken für Darlehen bei der Fed zahlen. Jedes Gremium kommt gewöhnlich mit seinem Präsidenten zusammen, der auch im Entscheidungsgremium der Fed sitzt, zusammen mit anderen Mitarbeitern. Die Direktoren hören manchmal die Empfehlung des Präsidenten für den Rabattzins, der eng mit dem Referenzzinssatz der Fed verbunden ist.
In der Untersuchungserklärung der Generalinspekteur heisst es, dass neu ernannte Direktionmitglieder formell über ihre Pflichten gemäss dem Bundesgesetz über Interessenkonflikte und die damit verbundenen strafrechtlichen Konsequenzen für Verstösse informiert werden müssen.












