Die globalen Aktien notierten am Montag leicht tiefer, da die Investoren die steigenden geopolitischen Spannungen abwägten und sich auf wichtige Unternehmensevents und Entscheidungen der Zentralbanken in dieser Woche vorbereiteten. Nasdaq 100-Futures verloren 0,6%, während S&P 500-Futures um 0,2% gefallen sind, was auf eine vorsichtige Stimmung vor dem am Mittwoch geplanten Ergebnisbericht von Nvidia hinweist.
Die Ölpreise fielen ebenfalls, wobei die Brent-Rohstoff-Futures um 1,5 % auf 93,16 US-Dollar pro Barrel zurückgingen und das US-amerikanische West Texas Intermediate-Rohöl um 1,6 % auf 85,70 US-Dollar. Beide Benchmarks hatten in der vorigen Woche über 5 % an Wert gewonnen und damit ihren zweiten Gewinn in Folge erzielt. Der Rückschlag folgt Berichten, dass die USA ein strenges neues Sanktionspaket gegen den Iran vorbereiten, mit dem Finanzminister Scott Bessent warnt, dass Washington in einen „Endkampf“ gegen Teheran eintretet. Bessent warnte auch, dass Länder, die den Iran unterstützen, zu „globalen Pariaen“ werden könnten.
Die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung gefördert wird, ist ein Schwerpunkt in einem eskalierenden Spannungsbild. Der geopolitische Hintergrund verstärkt die Druck auf die Energiemärkte, da Investoren die Entwicklungen in Washington und Teheran verfolgen.
In branchenbezogenen Nachrichten sticht der kommende Ergebnisbericht von Nvidia insbesondere hervor. Es wird erwartet, dass einige der größten Kunden des Unternehmens mit Preiserhöhungen von über 15 % für KI-Server-Systeme konfrontiert sein werden, die Anfang nächsten Jahres geliefert werden sollen. Die Aktie des Chipherstellers schloss am Freitag bei 214,72 USD und lag damit um 0,98 % unter dem Schlusskurs des Vorjahres.
Die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen, hält am Freitag im Rahmen des Jackson Hole Economic Symposium eine Rede, in der die Märkte auf Signalwerte für die Kurs der Geldpolitik der Zentralbank hoffen. Die Ereignisse der Woche – von Unternehmenszahlen über geopolitische Entwicklungen bis hin zu Kommentaren zur Geldpolitik – dürften die Volatilität an Aktien und Rohstoffen weiter verstärken.












