Die Aktivität des privaten Sektors in der Eurozone hat im August ihren Expansionskurs beibehalten. Der HCOB/S&P Global Composite Einkaufsmanagerindex bewegte sich mit einer unveränderten Konjunkturlage von 52,0 Punkten im August auf dem gleichen Niveau wie im Juli und zum ersten Mal über der Schwelle von 50,0 Punkten, die Wachstum und Kontraktion trennt. Die Konjunkturlage entsprach dem höchsten Niveau seit acht Monaten und blieb nahe am langfristigen Durchschnitt von 52,3 Punkten.
Die Aktivität im Dienstleistungssektor verremosse leicht, wobei der Geschäftstätigkeitsindex auf 51,6 von 51,7 im Juli zurückging und damit die schwächste Expansion in zwei Monaten zeigte. Der Produktionssektor fuhr die gesamte Wachstumsentwicklung an, während sich der Dienstleistungssektor trotz der erhöhten Kostendrucke in Verbindung mit dem Konflikt im Nahen Osten bemerkenswert stabil zeigte.
Die regionale Entwicklung war uneinheitlich, wobei die Wirtschaften der südlichen Eurozone die Expansion vorantrieben. Spanien und Italien verzeichneten starke Zuwachsraten der Wirtschaftsaktivität, während Deutschland den höchsten Wachstumsschub seit März verzeichnete. Frankreich jedoch verlängerte seine Kontraktion über acht consecutive Monate.
Der Wachstum der Neuzulegungen belief sich im Juli auf das gleiche Niveau wie im Juli. Dies war die stärkste gemeinsame Verbesserung der Nachfrage seit November 2025. Der private Sektor verzeichnete ausserdem erstmals seit vier und einen halben Jahren einen Anstieg der neuen Exportaufträge, der auf der jeweiligen Aktivität im produzierenden Gewerbe basiert. Die Beschäftigung erhöhte sich erstmals seit 2026, wobei die Mitarbeiterzahl im Einklang mit dem historischen Durchschnitt des Umfrageergebnisses stieg.
Die Inputkosteninflation hat sich marginal abgeschwächt, aber blieb im Vergleich zu den Vorkriegswerten weiterhin hoch. Die Output-Preisinflation blieb im Juli mit dem gleichen Tempo, was persistente Preisdruckkräfte im ganzen Block andeuten.
Joe Hayes, Senior Economist bei S&P Global Market Intelligence, kommentierte die Daten: "Die PMI-Zahlen für den August weisen auf eine solide Wachstumsdynamik im dritten Quartal für das Eurogebiet hin. Die Konjunktur in der Industrie hat sich gestärkt, während der Dienstleistungssektor die anfängliche Schwäche nach dem Preisanstieg für Energie zu Beginn des Krieges im Nahen Osten überwunden hat."













