Die europäischen Börsen verzeichneten am Donnerstag nur geringe Netto-Bewegungen, nachdem Nvidias Quartalsbericht die Diskussion über die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz in Gang setzte, während Brent-Rohöl seine Verluste im vierten aufeinanderfolgenden Tag weiter ausweitete.
Der paneuropäische Stoxx-Europe-600-Index fiel bei der Mittagsöffnung um 0,1% und korrigierte damit frühere Kursgewinne, die ihn in die Nähe von Wochenhochs gebracht hatten. Der deutsche DAX blieb mit -0,01% flach, während der französische CAC 40 um 0,2% und der britische FTSE 100 um 0,4% fiel. Die regionalen Benchmarks folgten einem vorsichtigen Ton nach der Veröffentlichung der Ergebnisse von Nvidia.
Nvidia meldete eine um mehr als das Doppelte gestiegene Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr, angetrieben durch die Nachfrage nach Chips für Kunstintelligenz. CEO Jensen Huang verwies auf eine starke künftige Wachstumsentwicklung und prognostizierte, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2028 um rund 70 % steigen wird, deutlich über der erwarteten Konsensprognose von 44 %. Die Aktien stiegen im Nachhandel um bis zu 5,6 % und zeigten damit zum ersten Mal einen positiven Reaktion nach der Ergebnisveröffentlichung in mehreren Quartalen.
Die Halbleiterlieferanten in Europa folgten den Gewinnen von Nvidia. ASML Holding NV legte 2,5 Prozent zu, während STMicroelectronics NV, Infineon Technologies AG und BE Semiconductors zwischen 2% und 4% stiegen. Diese Entwicklung spiegelte den Optimismus in der gesamten Technologie-Lieferkette wider.
Die Futuren für Brent-Rohöl fielen um 0,5% auf 87,40 USD pro Barrel und trugen damit eine viertägige Verlustserie fort. Der Rückgang ergab sich, nachdem Berichte darauf hinwiesen, dass der Premierminister von Katar vorhat, Teheran zu besuchen, um die Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran fortzusetzen und die laufenden Gespräche zwischen dem Iran und Oman in Bezug auf den kommerziellen Transit über den Hormuskanal fortsetzen zu lassen.
In Deutschland verbesserte sich der Konsumvertrauen nach Daten des Nürnberger Instituts für Marktforschung und der GfK leicht auf -26,6 Punkte für September, obwohl der Index weiterhin stark negativ ist.












