Das bruttonationale Produkt Deutschlands wuchs im zweiten Quartal 2026 um 0,3% gegenüber dem Vorquartal und übertraf damit die Konsensus-Prognose von 0,2%. Die Exporte und die Produktion machten eine schwächere Nachfrage im Inland wett.
Das Statistische Bundesamt revidierte die Wachstumsrate im 2. Quartal nach oben gegenüber der ersten Schätzung von 0,2% und erhöht auch den BIP im 1. Quartal von 0,3% auf 0,4%. Jahr für Jahr wuchs der preisdarüberlegene BIP um 1% im Vergleich zum 2. Quartal 2025 und lag damit auf dem Niveau des kalenderjustierten Ergebnisses. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, erklärte, dass die Wachstumsrate weiterhin im Einklang mit dem Start des Jahres lag und vor allem von einer starken Exportleistung angetrieben wurde.
Die Exporte von Waren und Dienstleistungen erhöhten sich im Vorjahresquartal um 2 %, wobei die Warenexporte um 2,6 % stiegen, während die Importe um 1,5 % zunahmen. Die Bruttoanlageinvestitionen sind um 0,2 % zurückgegangen, unter anderem um 1,4 % bei Maschinen und Anlagen. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte und der öffentlichen Verwaltung nahmen jeweils um 0,1 % zu.
Der Bruttoinlandsprodukt, der durch Preise, Saisonabhängigkeit und Kalendereffekte gekürzt wurde, wuchs um 0,4%, wobei sich der produzierende Bereich um 0,9% erhöhte. Die Beschäftigung sank um 212.000 Personen auf 45,7 Millionen und lag damit um 0,5% niedriger als im Vorjahr.
Das Statistische Bundesamt revidierte auch die historischen BIP-Daten von 2011 bis 2021 um bis zu 0,1 Prozentpunkt nach oben. Kumulativ führt dies zu einem Wachstum von 0,8 Prozentpunkten im gesamten Zeitraum. Die 2024 Jahres-BIP-Werte wurden von einem Rückgang um 0,5 % auf ein flaches Wachstum revidiert, während die Schätzung für 2025 unverändert bei 0,2 % Erweiterung blieb.
Unter den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands wuchs die Europäische Union im 2. Quartal um 0,5 %, wobei Spanien mit 0,7 % führte, Frankreich und Italien expandierten jeweils um 0,2 %. Die Vereinigten Staaten meldeten ein quartalsweckendes Wachstum von 0,4 %.













