Die Renditen deutscher Staatsanleihen sanken am Mittwoch, da ein abrupter Rückgang der Rohölpreise die hawkischen Signale der Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank überlagerten.
Die Verzinsung der zweijährigen Bundesanleihen fiel auf 2,781%, während die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen auf 3,195% zurückging und nach zuletzt erreichten Höchstständen von mehr als 15 Jahren den Wert von 3,20% überstieg. Das Brent-Rohöl fiel um mehr als 2,5% auf fast 85,98 US-Dollar je Barrel, was auf Nach_Qferung der Liefergefahr im Mittleren Osten zurückzuführen ist.
Die Marktbewertung für eine potenzielle Zinsschraube der EZB um 25 Basispunkte im September blieb trotz des Rückgangs der Renditen intakt, da die Politikergestalter die Notwendigkeit weiterer Erhöhungen herausstellten. Isabel Schnabel, Mitglied der Exekutiv-Geschäftsführung der EZB, erklärte, dass die Inflation auf mittelfristige Sicht unter dem aktuellen Zielzins nicht auf das Ziel zurückkehren werde und betonte damit die Notwendigkeit weiterer geldpolitischer Erhöhungen.
Der Rückgang der Ölpreise folgte Berichten über Fortschritte hin zu einem vorübergehenden Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, der inklusive Garantien für den freien Durchgang durch die Hormuschleuse umfasste. Analysten bemerkten, dass verminderte geopolitische Risikozahlungen zur Entspannung der europäischen Zinskurven führten.
Investoren richten sich nun auf die Keynote-Adresse von Federal Reserve-Chairman Kevin Warsh beim Jackson Hole Economic Policy Symposium am Freitag, auf dem weitere Hinweise zur US-Geldpolitik erwartet werden können.












