Der US-Dollar konnte am Donnerstag moderate Gewinne verbuchen und stabilisierte sich auf 99,15 auf dem Dollar-Index, da sich die Investoren auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim jährlichen Wirtschafts-Symposium in Jackson Hole vorbereiteten.
Der Anstieg des grünen Dollars folgt auf einen fast 1%-igen Rückgang letzte Woche, der zum Teil durch eine Rotation in feste Anlagen in Reaktion auf Inflationsbedenken und erhöhte Ölpreise getrieben wurde. Der Kerniot der persönlichen Verbrauchsausgaben stieg im Juli um 0,2 % gegenüber dem Vormonat und um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr, was den Erwartungen entspricht, aber weiterhin deutlich über dem Fed-Ziel von 2 % liegt. Das reale BIP-Wachstum der USA im zweiten Quartal wurde mit 1,5 % bestätigt, während der Staatsschuldenstand die 40-Triллиarden-Markierung überstieg.
Der südkoreanische Won stieg um 0,3 % auf 1.381,45 Dollar, nachdem die Bank of Korea ihre Referenzzinsspanne um 25 Basispunkte auf 3,00 % angehoben hatte und dabei die verbesserten Wachstumsaussichten als Begründung anforderte. Die Zentralbank überarbeitete ausserdem ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2026 von 2,6 % auf 3,3 % und deutete an, dass die Zinssätze zum Jahresende auf 3,25 % steigen könnten.
An anderer Stelle fiel der kanadische Dollar um 0,1% gegenüber dem Dollar. Das Euro handelt nur leicht unter dem Niveau von 1,1650 USD, nahe einem Wochen-Tief.
Der Strateg der Macquarie, Thierry Wizman, sagte, dass Warshs Rede in Jackson Hole eher einen chauvinistischen Ton annehmen wird, was in Einklang mit den jüngsten hawkischen Signalen anderer Zentralbanken und anhaltendem Inflationsdruck steht. Er fügte hinzu, eine ausgewogene Rede, die auf strukturelle Herausforderungen wie geopolitische Risiken und demografische Trends eingeht, könnte die Glaubwürdigkeit der Fed wiederherstellen, was den Dollar potenziell unterstützen und die Zinnoberflanke nivellieren könnte.
Die Marktstimmung wurde auch beeinflusst durch einen jüngsten Abverkauf von US-Staatsanleihen und eine allgemeine Auswanderung aus Fiat-Währungen in Aktiva wie Gold und Kryptowährungen, die von Inflationssorgen und massivem Schuldendebit der grossen Firmen zur Finanzierung der AI-Infrastruktur angetrieben wird.












