Die Deutsche Bank hat die Behandlung von Lufax Holding Ltd mit einer Empfehlung zum Halten wieder aufgenommen, nachdem sie aufgrund von Rechnungslegungskonzenten die Beratung für fast zwei Jahre unterbrochen hatte. Die Bank hat für die an der New Yorker Börse notierte Aktie ein Kursziel von 1,40 US-Dollar je Aktie festgelegt und die Bewertung für die in Hongkong gehandelten Aktien ausgesetzt, bis der Handel wiederaufgenommen wird.
Die Entscheidung des Frankfurter Geldgebers folgt auf die Normierung der Finanzberichterstattung durch Lufax und der Fertigstellung einer Prüfung durch den Rechnungsprüfer, die die historischen Jahresabschlüsse von 2022 bis 2025 umfasst. Bei der Prüfung wurden Mängel bei den internen Kontrollen sowie historische Buchungsverzerrungen identifiziert, die in einem vorangegangenen Streit mit dem früheren Rechnungsprüfer aufgetreten waren.
Lufax hat seither sein Geschäftsmodell umgestellt, sich auf kleinere unbesicherte Kredite für kleine Unternehmen konzentriert und ein ausgewogenerer Kreditportfolio erreicht. Der Konsumentenfinanzierungsbereich beträgt nun 39% des Gesamtkreditportfolios, gegenüber 25% zuvor, da das Unternehmen sein Kundenstamm diversifiziert und seine Präsenz auf kommunaler Ebene ausbaut. Das Erlögsmodell hat sich ebenfalls vom anfänglichen Berechnungsaufschlag für Kredite zum Erhalt von Zahlungen über die gesamte Laufzeit eines Kreditgeschäfts entwickelt.
Die Analysten der Deutsche Bank im Führungsschema von Johnny Xie gehen davon aus, dass das Unternehmen in diesem Jahr wieder profitabel operieren wird. Sie prognostizieren Erträge von 0,37 USD je Aktie, nachdem im zweiten Quartal Verluste von 0,12 USD je Aktie gemeldet wurden. Der Umsatz im Quartal betrug 6,23 Milliarden USD, während die neuen Kreditausschüttungen gegenüber dem Vorjahr um 4,6 % auf 51,1 Milliarden RMB gestiegen sind. Der Wachstum der Veräußerungen von Verbrauchskrediten beschleunigte sich auf 27,6 %.
Am Mittwoch schloss der New York börsennotierte Wertpapier von Lufax bei 1,30 USD, einen Rückgang von 0,04 USD oder 2,99 %; damit wurde das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 1,13 Milliarden USD geschätzt. Die Analyse von InvestingPro belegt, dass die Aktien im Vergleich zu ihrer berechneten Fair Value-Schätzung unterbewertet sind.













