Die Deutsche Bank hat eine gemischte Auswirkung auf den Aluminiummarkt beschrieben, falls die Vereinigten Staaten und Kanada mit Plänen fortfahren, die Einfuhrzölle für kanadisches Aluminium von 50 % auf 25 % zu halbieren. Die vorgeschlagene Senkung, die für Kanada eine Priorität ist, würde die Kosten für kanadische Produzenten senken, aber für US-amerikanische heimische Raffinerien und europäische Premiumanlagen Hindernisse schaffen.
Die USA beziehen derzeit rund 80% ihrer Primäraluminiumnachfrage aus Einfuhren, wobei etwa drei Viertel dieser Importe aus Kanada stammen. Die Deutsche Bank schätzt, dass sich das EBITDA des Konzerns von Rio Tinto um etwa 3% erhöhen könnte, wenn die Zölle reduziert würden, da das Unternehmen einen Anteil von 65% an der Primäraluminiumproduktion in kanadischen Raffinerien hat. Die zuordenbare Produktion von Rio Tinto liegt bei 3,3 bis 3,4 Millionen Tonnen pro Jahr.
Die US-Mittelwest-Prämie, die derzeit bei 107 Centen liegt, wird offenbar unter den niedrigeren Zöllen auf 80 bis 90 Cent sinken, vorausgesetzt die Preise an der London Metal Exchange bleiben stabil. Allerdings würde die marginale Tonne, die in die USA einlaufen würde, noch immer eine Steuersatz von 50 % zahlen, was die unmittelbare Wirkung einschränkt. Die Prämie ist aufgrund der globalen Lieferengpässe, die mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran verbunden sind und die den Nahost-Lieferungen gestört haben, hoch geblieben.
Während kanadische Produzenten wie Rio Tinto und Alcoa von den verminderten Zollkosten profitieren würden, würden die amerikanischen heimischen Raffinerien unter dem Druck niedrigerer Preise im mittleren Westen stehen. Die europäischen Preise, die bereits unter den erhöhten Leveln aufgrund der besseren Prognosen für die Versorgung aus dem Nahen Osten zurückgegangen sind, könnten leichten Anstieg verzeichnen, da mehr kanadisches Metall in die USA umgeleitet wird, statt nach Europa zu gehen.
Norsk Hydro, das erhebliche Extrusions- und Recyclingbetriebe in den USA betreibt, könnte bei Normalisierung des Recyclingmärzens seinen Konzern-EBITDA um 1 bis 2 Milliarden NOK reduzieren. Die Zölle auf kanadisches Aluminium traten Anfang 2025 in Kraft, und eine mögliche Reduzierung würde einen Wandel in der Handelspolitik zwischen den beiden Ländern darstellen.
Analysten stellen fest, dass die mögliche Vereinbarung mit Kanadas Bemühungen übereinstimmt, die Zölle für Stahl und Aluminium zu senken, obwohl die umfassenden Auswirkungen auf den Aluminiummarkt noch von den globalen Lieferdynamiken und den Handelsentwicklungen abhängen.












