Analysten bei Citi warnten, dass die europäischen Bankenaktien dem Ende ihrer aktuellen Aufwärtsbewegung nähern, und dass trotz der soliden jüngsten Ergebnisse nur noch geringe Aufwärtspotenziale vorhanden sind. Das Unternehmen setzte seine Übergewichtung des Sektors fort, stellte jedoch steigende Vorsichtstiere fest, da die Bewertungen sich ausdehnten.
Die Bewertung erfolgt, nachdem die großen europäischen Banken im letzten Jahr überdurchschnittliche Gewinne erzielt haben. HSBC Holdings (HSBA) führte die Kursgewinne mit einem Plus von 58% an, gefolgt von Banco Santander (SAN) mit 56% und BNP Paribas (BNPP) mit 31%. Jahr zu Jahr sind HSBC um 28,1%, Santander um 26,3% und BNP Paribas um 31,4% gestiegen. UBS Group (UBSG) ist in diesem Jahr um 17,5% gestiegen, während Deutsche Bank (DBKGn) um 4,7% zugelegt hat.
Die technischen Indikatoren zeigen gemischte Signale. Der tägliche Relative Strength Index (RSI) der HSBC beträgt 50,4, was eine neutrale Ausprägung darstellt, obwohl der 52-Wochen-Spanne von £943 bis £1.610 reicht und das Unternehmen damit nur 5,7% unter seinem Höchstwert liegt. Der monatliche RSI der Santander liegt bei 82,9 und deutet überkaufte Bedingungen an, während der StochRSI der BNP Paribas bei 13,8 liegt und überverkaufte Bedingungen vermuten lässt. Der Daily Commodity Channel Index (CCI) der Deutschen Bank beträgt 271,2 und signalisiert extreme überkaufte Bedingungen.
Die makroökonomischen Herausforderungen verschärfen sich. ECB-Ratsmitglied Isabel Schnabel warnte am 26. August, dass die Zinssätze aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der resilienten Wirtschaft der Eurozone möglicherweise weiter steigen müssen. Die Geldmärkte geben derzeit eine Erhöhung um 25 Basispunkte im September voraus.
Auch die Konzernentwicklungen stehen im Fokus. BNP Paribas verfolgt einen Anteil von 2 Milliarden Dollar am vietnamesischen Techcombank, und die Banco Santander hat 329,8 Millionen neue Aktien an die Londoner Börse aufgenommen. Diese Schritte unterstreichen die laufenden strategischen Veränderungen im Sektor, während die Banken sich auf einer sich ändernden Zinslandschaft und regionalen Wachstumsmöglichkeiten bewegen.












