Die potenziell steuerbare Transaktionsaktivität mit Kryptowährungen belief sich weltweit im Jahr 2025 auf mindestens 457 Milliarden US-Dollar, während die internationalen Meldevorschriften möglicherweise nur einen Bruchteil davon erfassen.
Die USA machten 112,6 Milliarden Dollar aus, wobei Nordamerika mit 134,6 Milliarden Dollar alle Regionen überholte. Die Europäische Union folgte mit 125,1 Milliarden Dollar. Die Schätzungen umfassen realisierte Gewinne, Einkünfte aus Aktivitäten wie Bergbau, Staking und Kreditverleih sowie Kryptowährungs-nennzahlungen auf sechs grossen Blockchain-Netzwerken. Transaktionen innerhalb zentralisierter Börsen wurden aus der Berechnung ausgeschlossen.
Nach Angaben von Chainalysis entsprechen die Transaktionen, die vom Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erfasst werden, nur 14 % der auf der Blockchain registrierten steuerlichen Aktivitäten. Die restlichen 86 % umfassen Transaktionen auf dezentralen Börsen, Peer-to-Peer-Überweisungen, Einnahmequellen auf der Blockchain und Zahlungen.
CARF, das von der OECD im Jahr 2022 entwickelt wurde, verpflichtet dezentralisierte Anbieter von Kryptodiensten, Kundentransaktionsdaten an die Steuerbehörden zu melden. Die Datenerfassung im Rahmen dieses Rahmens begann am 1. Januar 2026 in 48 Jurisdiktionen, darunter das Vereinigte Königreich und die Europäische Union. Umfangreiche Informationen zu Kunden und Steuerwohnsitz sind für die Berichterstattung zu übermitteln.
Der Schwerpunkt des Frameworks auf Vermittlern hilft, die durch Chainalysis hervorgehobenen Lücken zu erklären. Colby Mangels, ein ehemaliger Berater der OECD, der an der Entwicklung von CARF beteiligt war, bemerkte, dass das Framework auf Unternehmen ausgerichtet war, die als Vermittler Kryptotransaktionen erleichtern. Ein Grossteil der dezentralen Finanzindustrie bleibt aufgrund der fehlenden zentralisierten Betreiber oder depotbezogener Beziehungen ausserhalb des Meldebereichs.
Die Regulierungsbehörden beobachten die Entwicklungen in der Anti-Money-Laundering-Regulierung, um zu ermitteln, wann dezentrale Plattformen oder ihre Betreiber als regulierte Kryptodienstleister behandelt werden sollten und damit den Umfang der Meldepflichten künftig ausdehnen könnten.













