Der Oberste Bundesgericht (STF) Brasiliens setzte einen virtuellen Prozess aus, der die Besteuerung der Auslandsgewinne von Vale untersuchte, nachdem Minister André Mendonça am Freitag, 28. August 2026, einen destaque eingereicht hatte.
Der Fall, der im März 2015 anhängig wurde, betrifft die Frage, ob die Bundesregierung Körperschaftssteuer (IRPJ) und Sozialbeiträge auf die Nettoerträge (CSLL) erheben kann, die von Vales kontrollierten Tochtergesellschaften in Belgien, Dänemark und Luxemburg erzielt werden. Der Streit erreichte eine vorläufige 6:4-Stimme in der virtuellen Plenarversammlung, wobei Minister Gilmar Mendes sich auf die Beschwerde der Union berief, die auf einer von der Bundesfinanzverwaltung im Jahr 2023 veröffentlichten technischen Note basierte, die eine wirtschaftliche-finanzielle Wirkung für die Jahre 2017-2021 in Höhe von 142,5 Milliarden Reais und anschliessend jährlich 28,5 Milliarden Reais schätzt.
Mendõças Anfrage stellt die virtuelle Verfahrensprozedur ein und verlagert den Fall in die physische Plenarsitzung des STF, in der die Abstimmung ohne festgelegte Zeitvorgabe wiederholt werden wird. Mendes verwies in seiner im Februar 2023 genannten Übersicht auf einen Vergleich aus dem Jahr 2010 (RE 541.090), der die Besteuerung von Vermögen aus kontrollierten ausländischen Einheiten in Nicht-Steuerparadiesen rechtfertigte.
Die Anwältin bei TozziniFreire Advogados, Renata Emery, beschrieb die Aussetzung als zeitgerecht und erklärte, dass sie die Bedeutung des Falls erhöhen wird, indem sie ihn in die physische Vollversammlung versetzt. Die Entscheidung des STF folgt jahrelangem Rechtsstreit über die Zuständigkeit der brasilianischen Steuerbehörde für die Erträge multinationaler Unternehmen im Ausland.













