ArcelorMittal Brasil wird zwischen 4 Milliarden und 5 Milliarden Reais (730 Millionen US-Dollar bis 910 Millionen US-Dollar) investieren, um eine neue kalte Bandwalzshalle und eine kontinuierliche Veredelungslinie in ihrem Werk in Serra, Espírito Santo, zu errichten. Die Anlagen sollen im ersten Halbjahr 2030 in Betrieb gehen, wie das Unternehmen am 28. August 2026 bekannt gab.
Die kontinuierliche Beschichtungslinie wird eine jährliche Kapazität von 560.000 Tonnen haben und heissgewalzte Coils verwenden, die bereits in diesem Werk hergestellt werden. Die Investition hat das Ziel, die Präsenz des Unternehmens in Märkten mit hohem Wertzuwachs auszudehnen, darunter die Automobilindustrie, der Bereich für Haushaltsgeräte und der Baugewerbe, so Jorge Oliveira, Präsident von ArcelorMittal Brasil.
Das Projekt entspricht den umfassenden Branchenentwicklungen in Brasilien, in denen der Stahlsektor in den vergangenen Jahren von den verstärkten handelspolitischen Massnahmen profitiert hat, die vom Ministério do Desenvolvimento, Indústria und Comércio (Mdic) umgesetzt wurden. Diese Massnahmen umfassen Anti-Dumping-Massnahmen gegen Stahlimport, insbesondere aus China.
Von Januar bis Juli 2026 fielen die Eisenerzeugnungsimporten Brasiliens um 20,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 3,3 Millionen Tonnen, wie Daten des Industrieverbands Aço Brasil zeigen. ArcelorMittal Brasil verfügt derzeit in dem Land über eine Kapazität von 15,5 Millionen Tonnen rohem Stahl jährlich.












