Der brasilianische Stromnetzbetreiber setzte am Sonntag einen Notfallplan in Kraft, um eine Überproduktion auszugleichen und ein Versorgungsausfall zu verhindern. Er setzte 1 Gigawatt (GW) Energieerzeugung von dezentralen Anlagen herunter. Die Maßnahme, die bereits die zweite solche Aktivierung in diesem Jahr darstellt, wurde durch die schnelle Zunahme der Solarkapazität auf Dächern ausgelöst, die die Netzbetreiber in Zeiträumen mit geringer Nachfrage wie an Wochenenden und Feiertagen überfordert hat.
Die Kürzungen richten sich auf „Typ III“-Anlagen, einschließlich kleiner Wasserkraftwerke und Biomasse-Kraftwerke, zwischen 11:00 Uhr und 13:30 Uhr Ortszeit. Parallel dazu hat der ONS (Operador Nacional do Sistema Elétrico) mehr als 20 GW von großen Wind- und Solarparks im Nordosten während des gesamten Tages getrennt. Die Last im nationalen Netz lag während dieser Zeit bei etwa 71 GW.
Die Notfallaktion berücksichtigt die Herausforderungen, die durch den expandierenden, verteilten Solarenergieanlagensektor in Brasilien bestehen, der weit über die Fähigkeiten des Netzbetreibers hinaus gewachsen ist, ohne dass Ausfälle drohen. Rodrigo Viga Gaier, einer der Autoren, bemerkte, dass das System weiterhin unter strenger Überwachung steht, um die Stabilität gemäß den aktuellen Betriebsabläufen sicherzustellen.
Zurückblickend plant das ONS, bis Ende des Jahres Tests zur automatischen Reduzierung der Remote-Distribution von Solarstrom auszuführen, wobei der Ausschlag bis zu 3 GW umfassen soll. Die Initiative soll zukünftige Ungleichgewichte verhindern, da die Solarkapazität weiterhin unkontrolliert wächst.
Der Netzbetreiber betonte, dass seine Maßnahmen im Einklang mit den bestehenden Netzbestimmungen stehen, um die Systemsicherheit und die Effizienz in einem sich schnell wandelnden Energiesystem zu gewährleisten.













