Die brasilianische Opposition bereitet einen finanziellen Rahmen vor, der die Brutto-Rothaushaltsverbindlichkeiten auf 65% des BIP festsetzt und eine automatische Ausgabenbegrenzung vorsieht, wenn dieser Schwellenwert überschritten wird. Der Vorschlag, den die Kampagne des Senadors Flavio Bolsonaro ausgearbeitet hat, hat zum Ziel, die Ausgabenerhöhungen einzudämmen und eine weitere Verschlechterung der Schuldenlage des Landes verhindern.
Das Framework, das von Kampagnenberater Adolfo Sachsida in einem am Mittwoch veröffentlichten Video angekündigt wurde, würde die wahre Ausgabensteigerung bei einer Betrachtung der Schuldenobergrenze auf Null begrenzen. Nach den derzeitigen Regeln ist die wahre Ausgabensteigerung auf 0,6% bis 2,5% im Jahr begrenzt, und Beamte diskutieren aktuell über eine Reduzierung der Obergrenze auf 1,5%.
Brasiliens Staatsschuldenbetrag liegt derzeit bei 81,9% des BIP, was mehr als 10 Prozentpunkte höher ist als zum Zeitpunkt, als Präsident Luiz Inacio Lula da Silva 2023 das Amt übernahm. Die Schuldenquote sank zuletzt im November 2015 unter 65%, bevor das von Ex-Präsident Michel Temer 2016 eingeführte Verfassungsmässige Ausgabeneinzugsschlüssel in Kraft trat.
Der Vorschlag erfolgt im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 4. Oktober, bei denen ein zweiter Wahlgang am 25. Oktober geplant ist, falls kein Kandidat eine Mehrheit erlangt. Das Wirtschaftsteam der Kampagne, zu dem Sachsida gehört, hat die fiskale Disziplin als einen zentralen Pfeiler seiner Plattform betont.













