Bitcoin stieg am Mittwoch auf sein höchste Niveau seit Anfang Juni undtrade über 69.800 US-Dollar, nachdem das US-Finanzministerium Pläne bekanntgegeben hat, den Rückkauf von langlaufenden Bundesanleihen zu erhöhen. Diese Maßnahme entluderte den bedrohten Anleihemarkt, wo die Zinsen für 30-jährige US-Staatsanleihen zuvor auf Niveaus gestiegen waren, die seit 2007 nicht mehr zu beobachten waren, und das in Anbetracht der Sorge um Inflation, geopolitische Risiken durch den Iran-Konflikt, steigende US-Staatsverschuldung und hohe Kapitalaufwendungen von großen KI-Unternehmen.
Die Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Käufe langfristiger Schulden zu erhöhen, trug dazu bei, die Renditen zu senken, was nicht renditebringende Vermögenswerte wie Bitcoin für Anleger attraktiver macht. Analysten stellten fest, dass die Verschiebung einen Teil der Belastung für die festverzinslichen Märkte abmilde, auf denen die gestiegenen Renditen zuvor die Risikobereitschaft wahrscheinlich gehindert hatten. "Das jüngste Maßnahme nimmt Druck vom zuletzt angespannten Anleihenmarkt", sagte Timo Emden, Chief Market Analyst bei Captrader. "Investoren in Kryptowährungen sehen mehr als einen Funken Hoffnung in der sonst düsteren Marktprognose und suchen auf riskantere Vermögenswerte zurück."
Politische Erwartungen haben ebenfalls zur Rally der digitalen Assets beigetragen. Emden fügte hinzu, dass die Investoren davon ausgehen, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen vor den Wahlen im November wieder einen höheren Stellenwert auf den US-politischen Agenden haben könnten, was möglicherweise zu einem günstigerem Regelungsumfeld führen könnte.
Die Goldpreise folgten einer ähnlichen Kursbahn und erreichten am Mittwoch ihr höchste Niveau seit Anfang Juni mit über 2.480 US-Dollar pro Troy-Ounce. Das Edelmetall profitierte vom Rückgang der US-Zinsen und einem schwächeren Dollar, was seine Attraktivität für Nicht-Dollar-Investoren erhöhte. Allerdings reduzierte Gold am Donnerstag einige seiner Gewinne und fiel um 0,9% auf 2.440 US-Dollar pro Unze.
Die jüngste Stabilisierung der Ölpreise, obwohl die geopolitischen Spannungen im Hormuskanal anhalten, hat ebenfalls dazu beigetragen, die Volatilität bei Risikofinanzierungen zu reduzieren. Frühere Bedenken hinsichtlich höherer Zinssätze hatten auf Bitcoin und andere spekulative Investitionen ein Uneinigkeit mit sich gebracht, da steigende Kreditkosten gewöhnlich Investitionen in höher risikoreiche Vermögenswerte ableiten.












