Bernstein bestätigte am Freitag die Empfehlung "Outperform" und das Kursziel von 248 US-Dollar für SpaceX und verwies dabei auf die dominante Position des Unternehmens auf dem Gebiet der Raumflugdienste sowie auf das potenzielle orbitale Datenzentrumsgeschäft als zentrale Wertschöpfungsfaktoren. Analyst Douglas Harned betonte, dass die Multi-Triillionen-Dollar-Wertschöpfungsmöglichkeit von SpaceX weiterhin an der Fähigkeit des Unternehmens hängt, orbitale Infrastrukturen für Anwendungen in der künstlichen Intelligenz zu nutzen, und nicht an kurzfristigen Telekommunikationsdienstleistungen.
Harned beleuchtete die wesentlichen technischen Hindernisse beim von SpaceX geplanten mobilen Direkt-Verbindungsservice, das Unternehmen strebt einen Start in den späten 2020er Jahren an. Die Initiative, die auf einer Satellitenkonstellation der zweiten Generation basiert, die auf einer Höhe von etwa 350 Kilometern operiert – niedriger als typische LEO-Satelliten – muss mit Verlusten des Übertragungsweges und Energieverbrauch der Batterien umgehen. Höhere Sendeleistungen, die erforderlich sind, um Smartphones an die Satelliten in dieser Höhe zu verbinden, beschleunigen den Energieverbrauch und belasten die Empfangsleistungskapazitäten der Antenne, so Harned.
Der Analyst beschrieb die technischen Herausforderungen als bedeutsam und sagte, dass die Lösungen wahrscheinlich nicht in naher Zukunft vollständig gelöst werden können. Bernstein vermutet, dass SpaceX möglicherweise zusätzliche Ansätze verfolgen muss, um mit terrestrial etablierten Anbietern wie AT&T, Verizon und T-Mobile konkurrieren zu können, die zusammen zweistellige Milliarden jährlich investieren, um eine landesweite LTE- und 5G-Abdeckung zu gewährleisten. Harned befürwortete ein Partnerschaftsmodell und sprach eine mobile virtuelle Netzwerkbetreiber (MVNO)-Vereinbarung als den am meisten realisierbaren Weg aus.
SpaceX arbeitet mit Mobilnetzbetreibern in mehr als 30 Ländern an ihrem Dienst direkt an Geräte, aber Harned warnt, dass die wirtschaftliche Lebensfähigkeit eine Überdeckung von mehr als einfachen Totzonen voraussetzt. Der Design der V2-Satellitenkonstellation – mit viermalige Empfängergröße und höherer Strahlendichte – soll Signalqualitätsprobleme lösen, obwohl Harned die Verstärkung eines schlechten Signals mit dem Ansprechen der Lautstärke eines unscharfen Gesprächs vergleicht.
Die optimistische Haltung des Unternehmens zum Kerngeschäft von SpaceX steht im Gegensatz zu ihrem zurückhaltenden Ausblick auf das Telekommunikationssegment, in dem technische und wirtschaftliche Hürden bis zum geplanten Start im Jahr 2027 nicht gelöst sind.













