Bernstein Research hat das neutrale Rating für ABB Ltd mit einem Kursziel von 80 Schweizer Franken beibehalten und betont die Modularisierung als entscheidenden Faktor bei der Beschleunigung des Expansionen des Unternehmens in KI-gesteuerten Rechenzentren. Die Analyse macht deutlich, dass die Verfügbarkeit von Energie, und nicht die Verzögerungen beim Bau, die primäre Einschränkung bei der Skalierung dieser Anlagen sein wird. Während Schneider Electric, Vertiv und Eaton von dieser Entwicklung am meisten profitieren dürften, stehener ABB und Siemens vor grösseren Anpassungsproblemen, um die steigende Nachfrage nach einer hocheffizienten Infrastruktur zu erfüllen.
Die Energiekrise im KI-gesteuerten Rechenbetrieb hat sich verstärkt, da neue Rechenzentren mehrere Gigawatt Strom benötigen – weit mehr als die Kapazität eines einzigen Kernreaktors. Dieser Anstieg hat zu einem weltweiten Rennen um die verfügbare Stromkapazität geführt, bei dem hyperskalige Unternehmen langfristige Energieverträge abschliessen, bevor sie Kapazitäten erweitern. Gleichzeitig belasten geopolitische Spannungen, darunter der Konflikt in Iran und die Risiken im Hormuskanal, die Energieversorgungsketten weiter.
Für Energieversorgungsunternehmen und ihre Lieferkettepartner bietet dieses Szenario eine Chance. Steigende Nachfrage, langfristige Lieferverträge und steigende Strompreise schaffen günstige Bedingungen für Unternehmen, die auf der Grundlage von KI-Hilfen den Energieboom nutzen können. In ihrem Bericht identifiziert Bernstein fünf unterbewertete Aktien – darunter ABB – als potenzielle Profiteure dieser sich entwickelnden Marktlage.
ABBs Fokus auf die Modularisierung der KI-Infrastruktur könnte dazu beitragen, Engpässe im Energiebereich zu minimieren, aber die umfassendere Strategie des Unternehmens entscheidet über seinen Erfolg im Wettbewerb mit spezialisierten Akteuren in diesem Sektor.













