Die Investmentstrategiefirma BCA Research rät ihren Kunden, den US-Dollar gegenüber fünf Währungen zu verkaufen. Als Begründung führt die Firma die Erwartungen niedriger realer US-Zinsen und einer Verlangsamung der ausländischen Portfolioeinströmungen an, die den Greenback unterstützt haben. In einem am Sonntag veröffentlichten Papier empfehlt die Firma Kurzpositionen in der südkoreanischen Won, dem japanischen Yen, dem taiwanesischen Dollar, dem Singapur-Dollar und dem Euro.
BCA behält einen langfristigen Auslandsumlauf in Won, Yen und Taiwan-Dollar im Vergleich zum Dollar bei, wobei das ungarische Forint als Proxy für die Eurostärke verwendet wird. Die Firma erwartet einen Aufwertungsdruck des chinesischen Yuan gegenüber dem Dollar, sieht aber vor, dass die Behörden Gewinne durch Intervention begrenzen werden, was dazu führt, dass der Yuan gegenüber überdasierten Währungen schwächer wird.
Die pessimistische Wahrnehmung des Dollars wird durch Prognosen gestützt, wonach die realen Bewertungen in den USA – definiert als inflationsgeschützte Bundesanleihen, die keine Terminschotten enthalten – fallen werden. Die jüngsten Erhöhungen der Yield in den USA spiegelten vor allem höhere fiskalische und inflationsbedingt einheitliche Terminschotten wider und nicht eine stärkere Wachstumsexpektanz, so die BCA. Die ausländischen Investitionen in amerikanische Aktien, die mit der Begeisterung für künstliche Intelligenz zusammenhängen, trugen dazu bei, das breite Aktiendefizit der USA zu finanzieren und den Dollar zu unterstützen. Die Bank geht aber davon aus, dass diese Kapitalzuläufe schwinden, wenn die teuren US-Technikanleihen korrigieren.
Die Währungen, die für den Verkauf des Dollars empfohlen werden, werden durch Überschüsse im Leistungsbilanzsaldo unterstützt, die nach Ansicht der BCA mit der Verringerung der Auslandsinvestitionen in amerikanische Anlagen unterstützt werden. Die Firma erwartet, dass der brasilianische Real, die indonesische Rupiah und das philippinische Peso unterperformen.
Was die umfassende Assetallokierung betrifft, empfiehlt BCA, die US-Aktien zu untergewichteten, eine neutrale Haltung gegenüber emerging markets zu wahren und Europa moderat zu übergewichten. Die Firmen empfiehlt einen erheblichen Übergewichts bei japanischen Aktien, während von einem schwächeren Dollar erwartet wird, dass Gold und Goldminenaktien davon profitieren. BCA bevorzugt zudem Aktien von nicht-US-amerikanischen Staatsfinanzierungsinstituten, nachdem es zu einem kurzfristigen Rückgang auf den globalen Kapitalmarken kommen sollte.













